new kid on the blog seit 11-09-2008

La Triperie - Bruder Bernhard
steht ein für die Inneren Werte!!!

22. Oktober 2009

Peinliche Spasstwitterblogger

Wie ein Lauffeuer sei es ‘durch das Internet’ gegangen, staunt devot das Landradio Beo. Das Feuer ist an mir offensichtlich vorbei gegangen, denn ich habe es erst heute per Zufall über Leumunds Propaganda erfahren: Die ‘bekanntesten Blogger’ der Schweiz veranstalten eine saulustige Veranstaltung im Mystery Park Interlaken.

Wir hier nennen sie ja die ‘Reihenhausblogger’, diese bekanntesten Blogger der Schweiz, die mit Vorliebe über Reihenhausbesitzerthemen wie IPhones oder Rediffusion berichten. Da passt die saulustige Veranstaltung natürlich genau rein, das 1. Schweizer Segway Laubbläser Polo Turnier. Hauptsache motorisiert, man mag ja den Twitterbier-Ranzen nicht auch noch am Samstag bewegen…

Erinnern wir uns kurz der Berichterstattung über die Laubbläser. Da geht es ja darum, dass der Hobbygärtner seinem Reinigungszwang möglichst perfekt frönt, und das heisst: Ist nur der Dreck erst aus den Augen, ist das der ganze Sinn. Sorry, ein krampfhafter Reim, Politlyrik halt… Ja, Laubbläser sind tatsächlich ein Politikum.

Zuerst mal entsinnen wir uns der Rechen, die wir heute immer noch in der Landi einkaufen können, für 29 Franken in allen Farben. Da kommt erst richtig Hunger auf, nach stundenlangem Laubrechen in der herbstlichen Frische, danach schmecken Blut- und Leberwurst mit Hörnli und Apfelmus erst so richtig gut. So könnte es sein. Die Realität ist allerdings eine andere. Da kommt der Reihenhausbesitzer mit seinem kalten Laubbläser, wirft ihn an, um dann innert 30 Minuten mit dem Lärm einer Kindertagesstätte (oder eines Düsenflugzeuges aus 200 m Entfernung) Laub, Hunde- und Katzenscheisse, eingetrocknete Pisse betrunkener Passanten, Kleintierchen, Bazillen und Bakterien in der ganzen Nachbarschaft zu zerstreuen. Das Laub, weil schwer, weicht anständig zur Seite, aus den Augen, die leichteren Teile allerdings halten sich dann noch eine Zeitlang in der Luft, zur Abhärtung der Nachbarskinder, wahrscheinlich.

Die Benzol-Abgase will ich hier nicht weiter erwähnen, die sich mit denen von hundert Autos messen können. Ist ja nur Krebs, was es da geben kann – und überhaupt, wer will das schon so genau wissen?

Viel Spass bei dieser total wertfreien Tubeltrophy für die ganze Familie, die einmal mehr die beeindruckende Leistungsfähigkeit und das Mobilisierungspotential des Web 2 Null unter Beweis stellt.

Abgelegt unter: Selbstreferenzialitäten — Tags:, , — Bruder Bernhard @ 09:57

1. Mai 2009

Twitter killt Blogs

Gopferteckel! Muss man jetzt wirklich die 140 mal vermaledeiten Kurznachrichten auf Twitter mitlesen, um Sachen mitzukriegen wie:

  1. TA-Media gehackt
  2. David Bauer will sich zu seinen Interessenbindungen nicht äussern
  3. Reichensteins IA will sich zu ihren Interessenbindungen nicht äussern
  4. Frau Zappadong regt sich über irgend ein Parlament auf, keine Ahnung, wieso, was da los ist – schade um die Zeit und den Strom

Was hätte das noch vor einem halben Jahr an Debatten gejüngelt. Und wer jetzt sagt, 2 und 3 seien doch in Blogs diskutiert worden, der ist aber schon mit wenig zufrieden.

Nein, ich werde jetzt keine Twitterlinke hier posten – ich werde mich jetzt weiter ärgern und mich mit meinem Lustverlust mal offleinen. Ich empfehle meine Blogroll.

#bored_stiff

Nicht via, aber für Bodeständix

Abgelegt unter: Kotzen — Tags:, — Bruder Bernhard @ 07:06

28. März 2009

Alpha-Peinlichkeiten

Diese verdammte Blogsphäre! Macht mir aber langsam und sicher alles kaputt, rupft mal hier einen Schleier, mal da einen Paravent weg. Und zwar einfach durch die schiere Menge an Alpha-, Beta- und Metainformationen. Das habe ich grad vorhin gemerkt, auf meiner kleinen Samstagsrundschau in Postings, die ich wegen wochenlangem Offline-Fever (nein, ist keine Krankheit) wohl verpasst hatte.

So hatte ich die Geschichte hier, wo’s einmal mehr um Anonym-Pseudonym-Klaronym (APK) geht, gar nicht richtig mitbekommen. Ich fand ihn jetzt aber lustig, den Einblick in das Twitter-Gezwitscher der sog. ‘Alpha-Journalisten’. Nicht wegen APK, auch weniger wegen der gegenseitigen Schulterklopferei – diese ist schliesslich die allerwichtigste Grundlage von Twitter überhaupt und macht wohl 90% des Inhalts aus. Nein, lustig fand ich den offensichtlichen Zwang, unter dem diese Leute stehen, auch noch diesen Kanal für die Eigenpromotion auszunützen.

Blöd ist einfach, dass schnell gezwitschert anonym gelesen heisst. Gewisse Dinge sollten einfach nicht an die grosse Glocke gehängt werden. So weiss ich jetzt etwa über Michele Roten nicht nur, dass sie sich die Möse rasiert, dass sie mächtig stolz auf ihren Knackarsch und ihr so unglaublich gewagtes Tattoo ist. Genau ein Drittel dieses Wissens hätte mir eigentlich genügt.

Was ich jetzt aber wirklich nicht lesen wollte, das sind Sachen wie: “Elias Canetti  privat muss ein Riesenarschloch  gewesen sein”. Wenn eine gediente Journalistin so was zwitschert, dann ist er bei mir dahin, der Glaube an die ‘gute Allgemeinbildung’, welche doch sicher immer noch zum Berufsbild gehört. Fragezeichen. Und wenn dann einer der anderen Schulterklopfer zurückschreibt, ja, das stimme, er habe ihn mal privat getroffen, dann ist es wieder da, das Wissen um das aufgeblasene Ego von Popjournalisten.

Anmerkung eines normalen Lesers: Dass Canetti ein Superarschloch war, weiss jeder, der auch nur eine simple Rezension der ganz normalen Sachbücherabteilung-Canettibiografie in seiner Tageszeitung gelesen hat. Oder vor fünf Jahren die Besprechungsflut seiner Abrechnung “Die Party im Blitz”  nicht ganz überlesen hat. Der Stammvater der Alphajournalisten Frank A. Meyer hat sich ja unter anderem immer damit in Szene setzen können, dass er Bücher liest. So weit sind wir noch nicht, dass sich ein Journalist schon dadurch auszeichnet, dass er Zeitungen liest. Noch nicht. Aber mir schwant da was …

Abgelegt unter: Kurz und gemein — Tags:, — Bruder Bernhard @ 10:38

25. März 2009

Twitter over capacity

Jetzt wollte ich doch rasch vor Feierabend bei Shawne vorbeischauen, ob sie wieder ein Hals-über-Kopf-Videöli zwitschert – und da kommt diese Meldung:

“Twitter is over capacity”

Da hat man doch gleich das Gefühl, es sei wieder mal was passiert auf der Welt, ein Amoklauf, ein Attentat, und alles twittert wieder wie blöd Befindlichkeiten in der Gegend rum, Journalisten am ‘recherchieren’ und auf Gerüchte, Hypes und Fakes hereinfallen.

Mal zum Stammtisch, ob dort vielleicht jemand was weiss ….

Oh, PS: jetzt geht’s wieder: Nix wie hin. Shawne hat jetzt ihren versprochenen (Google, natürlich-)Blog, super: Sie berichtet über ihre Dienerin, die ihren Gästen einen runterholen muss, über geheime Treffpunkte (listigerweise nur mit dem Namen und der ungefähren ‘Location’, nicht mit der genauen Adresse – oh challenge) und wie sie eine Treppe aufrollt. DAS hätt’ ich zu gerne gesehen. Aber man kann’s ja lesen! Mein Frühenglisch reicht da vollauf.

ZwitscherZwitscher: heut gibt’s Fleischvögel z’Nacht.

Abgelegt unter: Praxistest — Tags:, , — Bruder Bernhard @ 18:16

16. Dezember 2008

Finde den Fehler auf diesem Bild

Was ist hier falsch?????

Auflösung im nächsten Post …..

Abgelegt unter: Hinweis — Tags:, — Bruder Bernhard @ 09:54

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