Es ist kaum zu glauben: Die Chefredaktörin von Facts 2.0 scheint wieder mal Amok zu laufen.

Ich hatte ja gedacht, ich könnte mich nun andern Themen zuwenden, aber die tun jetzt wieder so blöd auf ihrer Weide, da kann der Bauer einfach nicht wegschauen! Bitte um Entschuldigung, es muss nochmals sein – zum allerletzten Mal, hoffe ich doch sehr, Facts!! Nehmts euch jetzt mal zusammen!!! Die Bankenkrise verlangt nach mir!!!! Will mich nicht mehr mit euch abgeben müssen!!!!!
Seit Facts 2.0 für den Big-Brother-Award nominiert ist, der heute Samstag in Bern verliehen wird, wird wieder angeregt über die ’soziale Plattform’ des Tamedia-Konzern geschrieben. Und diese Woche musste der Geschäftsführer von Facts auch zugeben, sie würden die Persönlichen Nachrichten ihrer Benutzer mitlesen!!! Es soll übrigens schon T-Shirts dazu geben.
– Mach dir auch eins
Zwei der Blogs, henusode und medienlese, welche über die Nominierung berichteten, werden von Facts 2.0 aggregiert (laut meinem Coucousin muss ich das so schreiben, das bedeute: automatisch wird alles von denen eingesogen und ist dann in den Artikeln automatisch zu finden). Wen wundert’s: Die Artikel sind auf Facts 2.0 nicht zu finden. Alles andere hätte mich jetzt auch erstaunt.
Ich hätte allerdings angenommen, die Chefredaktörin würde wie üblich ihr nicht genehme Beiträge in den hintersten Ecken von Facts 2.0 sang- und klanglos versenken. Dem war auch so: Die Artikel waren nur schwer zu finden. Deshalb wurde von flashfrog, einer der zahlreichen “Ehemaliger Nutzer” von Facts, in einem Kommentar der Link zum Artikel von Medienlese innerhalb Facts gepostet. Minuten später war der Artikel bei Facts gelöscht, und offenbar ebenfalls jener von Bugsierer’s henusode-blog. Das ist nicht etwa Zensur, nein, das ist … äh… ach, Christoph Lüscher wird uns das sicher noch irgendwo erklären.
Nun, im Löschen haben die Facts-Macher Übung – man muss sich nur mal die Phantom-Debatten im Archiv anschauen, die lauter “Ehemaliger Nutzer” miteinander führen… alle gelöscht, alle nun Unpersonen. Dass darunter sogar eine frühere angestellte Teilzeit-Redaktörin zu finden ist, schlägt irgendwie alles, was ich in diesem Bereich in der Schweiz je gehört habe. Man stelle sich vor: Journalisten, die ihre Arbeit üblicherweise mit ihrem Namen zeichnen: und plötzlich ist die Arbeit von einem halben Jahr einfach weg: sowas nennt man Ehrabschneiderei.
Aber Respekt vor anderen Leuten war noch nie etwas, was man der Chefredaktörin und ihrem Ehemann, dem Geschäftsführer, je vorgeworfen hätte. Respekt vor anderen Leuten ist ja auch keine Bedingung für Erfolg: Man schaue sich nur mal Harvey Weinstein an, den supererfolgreichen Produzenten von Quentin Tarantino. Dieser ist bei den Filmern wegen seiner Rumschneiderei in ihren Werken arg verhasst, und hört deshalb auf den Spitznamen “Harvey Cissorhand”.
Das Ehepaar am Ruder bei Facts, übrigens, wird in der Szene auch nur noch “die Löschers” genannt
– und in den letzten Monaten machten sie diesem Spitznamen alle Ehre, konnte man sie doch beim fleissigen Beseitigen von Spuren ihrer Fehltritte in ihrem Archiv beobachten.
Der S-Bahn-Schubser ist z.B. weg, der zum Rauswurf von etwa 10 Usern führte… wo die Red. fremdenfeindliche Kommentare - einmal mehr – sehr pfleglich behandelte und Einspruch dagegen sofort zum Vorwand einer erneuten Säuberung nahm. Auch den kurzzeitig äusserst aktiven Kommentator Daniel Hirter, welcher mysteriöserweise nach meiner unterdessen stillgelegten satirischen Intervention plötzlich auftauchte, findet man in Facts 2.0 nicht mehr. Falsche Identität eines Redakteurs? Es gibt sogar deutliche Hinweise und Belege zu dessen Identität, aber wir wollen den Mann hier nicht fertig machen – ist nur ein übereifriger Angestellter. Auf jeden Fall: während etwa zwei Tagen quasi einziger Kommentierer; als Gerüchte um seine Identität im Netz auftauchten, plötzlich weg; ebenso seine Spuren, bis auf einige wenige. Bestimmt nur ein Zufall. Klar!!!
Gelegenheit, mal näher hinzuschauen – (ab hier nur noch für detailverliebte Voyeure)
(soll mir aber niemand vorwerfen,
ich sei Boulevard)
Ich selber war ja Februar bis Juli recht aktiver Kommentierer bei Facts und konnte so direkt mitkriegen, wie die beiden ticken. Ich will es hier kurz machen, nicht mit Details ermüden. Ihr könnt ja bei Interesse den Links folgen – wenn Facts diese Artikel nicht auch noch löscht oder die Kommentare ‘verbessert’ – ich war sowieso erstaunt, diese noch vorzufinden.
An der Stelle: Merci, Frau Zappadong!
Ein Schlüssel zum Ganzen liegt hier: Chefredaktörin Ilieva vertritt die Meinung, den Künstlern im Ostblock ging’s eigentlich gut! Wenn ich es richtig verstehe, muss ich sagen, denn jetzt beim Nachlesen habe ich manchmal das Gefühl, ich könne sprachlich nicht ganz folgen, was ich aber nicht meinen Sprachkenntnissen anlasten kann – diese sind zwar ländlich geprägt, aber ansonsten hatte ich noch nie Probleme damit… Vielleicht wollte sie etwas anderes sagen, drückte sich aber falsch aus – kann ich nicht ausschliessen.
Nun, was ihr jungen Leute nicht wissen könnt: Ostblock, das war die Verlängerung des zweiten Weltkrieges in die Gegenwart, wo der blutige Stalin bis zu seinem Tod Angst, Schrecken und Terror verbreitete. Eine seiner Spezialitäten war es übrigens, ehemalige Kollegen und Freunde zu vernichten und danach aus allen Fotos retuschieren zu lassen!!! Unterdrückung und Unfreiheit war der Name des Spiels, wo der Verlierer, wenn er Schwein hatte, nur im Gefängnis, in der Verbannung, in der Ächtung endete. Dieses Spiel verlor zwar mit Stalins Tod an Blutrünstigkeit, ausgespielt war aber erst mit dem Fall der Mauer. Was der einzigen Partei (einer Art SVP, nur schlimmer) nicht passte, wurde ohne Federlesens gestrichen, entfernt, gelöscht… Westmedien waren bei Androhung von Gefängnis verboten. Medien gab es nur in staatlich gelenkter Form ….. ein Schelm, der jetzt eine Verbindung herstellte.
Um jetzt zu den Details zurückzukehren:
Ganz schön sind auch Einblicke wie diese, wo Chefredaktörin Ilieva den bugsierer aus heiterem Himmel quer anpflaumt wegen irgend einer alten Diskussion, völlig ausserhalb jeglichen Zusammenhangs! (Er hatte mal die Majestätsbeleidigung begangen, das fehlende Impressum zu monieren). Das ist die Chefredaktörin, nicht irgend eine Userin!!! Dort kann man im Übrigen auch gleich Geschäftsführer Christoph Lüscher bei einer platten Lüge ertappen (die er ja später, unter dem Druck meiner beweiskräftigen Serverlogs, zurücknehmen musste!!!): “Wir durchforsten keine User-Mailboxen, obwohl das bei uns wie auf jeder anderen Website technisch möglich wäre.” Oder, um zu bugsierer und der Chefredaktörin zurückzukehren, hier droht sie ihm unverhohlen mit dem Rauswurf aus Facts – ebenfalls völlig zusammenhangslos mitten in einer Debatte!!! Das ist die Chefredaktörin, nicht irgend eine Userin!!!
Jetzt höre ich dann grad auf mit dem Bashing – aber die Leute provozieren das ja ständig durch ihr Verhalten, nicht wahr. Was nämlich auffällt: Obwohl Angestellte der Tamedia, führen die sich in ihrer Pseudocommunity auf als ob diese ihr Privateigentum wäre. Man muss nur mal schauen, mit welcher Penetranz auch das hinterletzte Fürzchen auf der Plattform gehypt wurde: Die Privatisierungspläne von Christoph Lüscher mit Information Architects Japan konnte man tagelang zu vorderst finden, vor Ronnie Grobs servilem Interview mit Reichenstein gab es kein Entkommen, Diskussionen in der Blogsphäre um die Rauswürfe bei Facts wurden verfälscht wiedergegeben… Aber auch das ist für die Macher so normal wie die Zensur – schliesslich war der Ostblock auch für seine pfauenhaften Militärparaden berühmt.
Noch ein
PS: als ich damals das da las, fand ich es nur
kindisch und doof:
“Natürlich ist die Redaktion überfordert und der Verlag hat einen Online-Partnervermittler (Christoph Lüscher) und eine im kommunistischen Bulgarien ausgebildete Journalistin als ‘verantwortliche Redaktorin’ angeheuert.”. Ich muss mich im Nachhinein beim Autor
innerlich entschuldigen – jetzt weiss ich, was er gemeint und wie recht er hatte…