Brotorgie, schon wieder
Auf die Gefahr, euch mit meinem Kilo Brot von letzter Woche zu langweilen, kurz noch dies:

Pflaumen, schon ein wenig verkümmert
Diese Pflaumen stehen schon ein wenig lange im Kühlschrank rum, waren schon beim Kauf nicht mehr ganz frisch (halber Preis)
– glücklicherweise kam mir da dieses Rezept in den Sinn:

Altes Brot, grob gemörsert
Brot in den Mörser (die gibts günstig in den Thai-Läden!), grob mörsern. Blätterteig hat man ja immer im Haus, um etwa schnell Käse- oder Salzstängeli zu backen. Diesen mit den Pflaumen belegen, 100 Gramm Butter mit den Krümeln zu Klumpen verreiben und über die Früchte verteilen. Zucker darüber streuen, nicht zu viel, es wird schnell unerträglich süss. Vielleicht noch ein paar Spritzer Zitrone über das Ganze. Bei grosser Hitze backen, bis der Blätterteig fest und die Krume dunkelbraun ist.
Während wir auf den Kuchen warten, eine Scheibe des alten Brotes im Ofen bräunen. Mit dem schottischen Wildlachs belegen, den wir vorher zum halben Preis kaufen konnten.

Wildlachs, altes Brot, Butter und zwei Messer
Ah, wie auf dem Bild ersichtlich: Das Brot vorher noch mit Butter bestreichen. Lachs mit Zitrone beträufeln. Mit einem Glas Weisswein geniessen, Zeitung lesen, auf den Kuchen warten.

Kuchen mit Bier (Weizen)
Den Kuchen, der normalerweise scharf fotografiert sein sollte, mit einem grossen Weizenbier servieren. Essen, so viel du kannst.

ein halber Kuchen bleibt wohl übrig
Den Rest gibt’s dann zum Frühstück.
So, das war Kapitel zwei im Leben eines alten Brotes.
Und jetzt muss ich gehen, um 12:30 ist im Quartiermigros jeweils die Halbpreis-Aktion angesagt… Was es wohl heute gibt?





Radio la Triperie:

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Kommentar von Titus — 10. Oktober 2009 @ 04:14
Ach so einer bist Du, der immer um gewisse Regale herumtigert bis eine Verkäuferin mit einer Rolle orangener 50 %-Etiketten auftaucht und kaum dazu kommt, diese richtig aufzukleben, weil ihr die Artikel quasi unter den Händen weggerissen werden…
Kommentar von Bruder Bernhard — 12. Oktober 2009 @ 12:54
@titus: tja, wer neben einem Quartiermigros wohnt, darf sich gewisser Vorteile erfreuen. Am liebsten ist mir unterdessen das Gemüse, das wegen kleiner Flecken rabattiert wird. Von den Süssigkeiten bin ich weg gekommen, zu fett, zu zuckrig. Und das Fleisch zu stinkig. Das habe ich lieber direkt vom Produzenten ins Kühlhaus – hach, kann das Leben doch schön sein…
so, muss gehen, Züpfe backen, um den Weissweinrest vom Wochenende zu verwerten.