Miss Schweiz: Lügen und Gott lästern
Hat Satan seine Hand im Spiel gehabt bei der Wahl der Miss Schweiz? Glaubt man den Auguren, tippten diese reihum auf andere Kandidatinnen; wie sie diese voneinander unterscheiden konnten, bleibt allerdings deren Geheimnis. Für mich sehen sie alle gleich aus: die gleichen Zähne, die selben dürren Ärmlein und hervorstehenden Hüftknochen, dieselbe Solariumgrundierung. Lasst mich kurz abschweifen. Das folgende Bild zeigt Susana Duijm, Miss Mundo 1955, wie sie auf der LP Criolissima von Aldemaro Romero abgebildet ist.

Susana Duijm, Miss Mundo 1955
Eine schöne Frau hat richtige Arme, wie Susana Duijm, man nennt diese auch Armbrüste. Grad für eine Miss Schweiz müsste das eigentlich selbstverständliche Verpflichtung sein… Aber wir wollen uns nicht bei Äusserlichkeiten aufhalten, schliesslich sagt die Miss Schweiz 2009 im Blick selbst von sich, dass sie “nebst dem Äusseren auch eine wahre, innere Schönheit ausstrahle”. Das kann sein. Das ist nicht die Lüge, von welcher ich im Titel schreibe. Nein. Lügen tut sie hier:
“Blick: Wem würden Sie Ihren letzten Franken schenken? Miss Schweiz: Jedem, der es nötiger hat als ich.”
Rechne: Wäre das nicht gelogen, hätte sie den letzten Franken schon lange weggegeben! Aber was ist schon zu erwarten von einem Mädchen, das sich in der selben Zeitung als Gotteslästerin entpuppt?
Ich muss vielleicht voraus schicken, dass diese Woche in einem Beitrag in DRS 2 zu hören war, es sei nun doch erwiesen, dass sich erworbene Eigenschaften vererben täten, diese würden nämlich quasi an den Genen andocken und so weiter gegeben. Und ich muss hinzufügen, dass einer meiner Vorfahren Prediger war – wir stammen nämlich aus dem Emmental, dort, wo es am Finstersten ist. Wo man eine Bibel danach beurteilt, ob sie ja auch das sechste Buch Mose enthält. Ich bin also qua Geburt eine natürliche Autorität in Fragen der christlichen Religion!!!
Und ich sage euch, wahrlich: Es ist Gott gelästert, wenn man wie die Familie der Miss Schweiz 2009 für einen Sieg in einem Wettbewerb der vergänglichen Äusserlichkeiten den Namen Gottes anruft und ihn solcher Banalitäten wegen in seinem Tagwerk stört! Wie sagte doch im Blick
“Vater Franzruedi (57): «Meine Frau und ich haben oft mit Linda zusammen gebetet, damit sie die Kraft und Sicherheit hat, um zu gewinnen.»”
Da bleibe ich sprachlos! Wer ein so traditionelles Bild vom Gottvater mit Bart hat wie Vater Franzruedi, der sollte sich der Tragweite seiner Vermischung von Gottgefälligkeit und Hybris bewusst sein. Sein traditionelles Bild Gottes zeigt sich in seiner Vermutung
«Grossvater, der im Himmel ist, freut sich jetzt bestimmt auch!»(Blick)
Diese Familie konnte der Versuchung ganz offensichtlich nicht widerstehen. Und wie heisst diese Figur, die als Versucher auftritt? Hypage, Satana!!!





Radio la Triperie:

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Kommentar von Katharina — 27. September 2009 @ 18:59
Vade, Satanas!!! *kreuzhochhalt* Zum Glück, Bruder Bernhard, hast du das wenigstens gemerkt und aufgedeckt! Denn wie heisst es weiter nach dem Vade? “Denn Du (der Satan also, Anm. d. Kat.) meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.“ Und eine Miss-Wahl ist ja wohl nicht wirklich eine himmlische Angelegenheit. Einer meiner Vorfahren war übrigens Organist in einer Kirche.
Kommentar von tinu — 27. September 2009 @ 21:49
Da ich am Samstag unterwegs war, konnte – durfte – musste ich diese Veranstaltung nicht miterleben. Trotzdem möchte ich jeder, die in einem Anfall geistiger Umnachtung, sich für diesen Wettbewerb angemeldet hat, zugestehen, dass sie sich noch entwickeln möge. Dem Vater vielleicht nicht mehr. Wer unten anfängt, kann sich vielleicht noch entwickeln. Hoffen wir’s!