Twitter killt Blogs
Gopferteckel! Muss man jetzt wirklich die 140 mal vermaledeiten Kurznachrichten auf Twitter mitlesen, um Sachen mitzukriegen wie:
- TA-Media gehackt
- David Bauer will sich zu seinen Interessenbindungen nicht äussern
- Reichensteins IA will sich zu ihren Interessenbindungen nicht äussern
- Frau Zappadong regt sich über irgend ein Parlament auf, keine Ahnung, wieso, was da los ist – schade um die Zeit und den Strom
Was hätte das noch vor einem halben Jahr an Debatten gejüngelt. Und wer jetzt sagt, 2 und 3 seien doch in Blogs diskutiert worden, der ist aber schon mit wenig zufrieden.
Nein, ich werde jetzt keine Twitterlinke hier posten – ich werde mich jetzt weiter ärgern und mich mit meinem Lustverlust mal offleinen. Ich empfehle meine Blogroll.
#bored_stiff
Nicht via, aber für Bodeständix





Radio la Triperie:

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Kommentar von Frau Müller — 1. Mai 2009 @ 13:09
Oh heilige Eitelkeit! David Bauer zwitschert – nein, er posaunt mit infantiler Freude in die Welt hinaus:
« “Deine Texte stehen für einen neuen, innovativen Journalismus” – schreibt natürlich kein Blogger, ist aber ein schönes Kompliment. Danke. »
Welch eine trostlose Selbstbeweihräucherung! Man möchte sich die Augen zuhalten, um diese Peinlichkeit nicht lesen zu müssen.
Kommentar von Bruder Bernhard — 1. Mai 2009 @ 13:37
@Frau_Mueller: ich glaube ja vieles, aber doch nicht ganz alles. Jetzt geben Sie’s schon zu: Sie twittern also unter dem Namen David Bauer? Denn so autistisch kann der lic.journ. Bauer keinesfalls sein, dass er seine Texte im Ernst als neu und innovativ ansieht? Zudem hätte ein Journalist die Quelle angegeben, oder? Bauer schreibt korrektes Deutsch – ist das neu und innovativ?
Es sollen ja auch viele Leute Rolf Knie für einen Künstler halten…
Da legst di einfach nur noch nieder, damit das Augenwasser nicht auf die Schuhe tropft.
Kommentar von Frau Müller — 1. Mai 2009 @ 17:03
Selbst wenn ich mit Bosheit geschlagen wäre, so fehlte es mir doch an Phantasie, David Bauer ein dermassen peinliches Gezwitscher in den Mund zu legen.
Non, non, @ Bruder Bernhard, ich muss DB nicht demontieren. Das macht er schon selbst.
Kommentar von Zappadong — 2. Mai 2009 @ 09:15
Zum eigentlichen Thema: Twittern ist ein Fast-Food-Snack. Bloggen das wahre Essen. Alle Punkte 1 – 4 habe ich in Blogs gelesen – wer nicht irr genug ist, sämtliche Twittereinträge seit dem letzten Einloggen nachzulesen oder gleich nonstop bei Twitter dabeizusein, bekommt 99 Prozent von all dem Gezwitschere gar nicht mit.
Und wenn jetzt jemand noch einen Nachtisch braucht, empfehle ich http://www.thinkabout.ch, bei dem im Moment gleich zwei spannende Diskussionen zum Thema laufen.
PS: Ich rege mich im Moment sehr lokal auf (siehe Zappadong-Blog).
PPS: BB, zwitscherst am Ende gar du diese herrlichen DB-Sachen?
Kommentar von Bruder Bernhard — 2. Mai 2009 @ 10:26
@FrauZappadong: och, dein zwitscher war bloss ein x-beliebiges beispiel von x-en. tatsache ist, die blogsphäre scheint mir viel ärmer als noch vor der zwitscher-euphorie. und immer dem bauer & co sein gepfeife nachzulesen, um zwischendurch auf eine solch absolute perle zu stossen, dafür ist mir meine zeit zu schade. schade.
ich werde mir wohl einen volontär besorgen müssen, um twitterwatching und -picking zu betreiben.
übrigens: chapeau für dein lokales engagement. soweit ich weiss, ein politisch eher schwierige gegend, um es ungewohnt diplomatisch auszudrücken – doppelt bravo also an die lokal aktive geschäftsfrau.
Kommentar von Zappadong — 2. Mai 2009 @ 11:12
Ach, keine Bange, ich fühle mich nicht auf die Zehen getreten (Twitter).
Ich stimme dir aber bei: Auch ich finde, dass die Kommentare zu Blogeinträgen abgenommen haben – Twitter könnte ein Grund dafür sein.
Beobachtung:
Wenn ich in Twitter einen Link zu einem Blogeintrag setze, kommen nicht wenige Besucher vorbei – kommentieren tut praktisch niemand. Vielleicht fördert Twitter tatsächlich ein verstärktes Häppchen-Konsumdenken: Ich nehme dieses, jenes und anderes mit, lese überall rein, halte mich überall raus … oder twittere kurz meinen Senf dazu (mit einer Halbwertzeit von ungefähr 2 Minuten 45 Sekunden).
Ja, das ist wirklich schade.
Frau Zappadong