Klatsch, Tratsch: Notizen zu Namen, kurz und gemein
Je älter die Journalistenperson, desto vorhersagbar die Kumpels, die Sie+Er ‘ins Blatt rückt’.
Nehmen wir nur mal das älteste Journalistenbüro der Schweiz, welches sich vom sorgfältig gehegten Nonkonformistenimage der 60er Jahre mit der Gründung einer lokalen Gratiszeitung verabschiedet hat – vor 30 Jahren. Fast so lange schon konstatiert, wer mitliest, eine auffällig bevorzugte Behandlung eines lokalen Schönheitssalons, welcher fast genau gleich wie die Zeitung Beauty Biel-Bienne heisst.
Über die Gründe zu spekulieren, ist müssig. Elefanten können sich noch erinnern, dass die Tochter einer Verlegerperson zum Stammpersonal des Salons gehört(e?).
Aber das hier schrub ich nur einleitend, um mich von den strunzigen Zwitschern abzugrenzen, die etwa so gehen täten:
“Gesehen? Bauer rückt seine alten Kumpels in Blatt – dafür hätte er aber nicht in Tyo recherchieren müssen #sprütze”.
Die 333 wichtigsten Websites - warum nur erinnert mich so was an die Anfangszeiten des www, als gefitzte Verleger Internet-Adressen-Verzeichnisse druckten?





Radio la Triperie:

>
Kommentar von tinu — 13. April 2009 @ 15:39
Danke für den Hinweis! Ich habe noch gar nicht bemerkt, dass Biel-Bienne jetzt auch als Download zu haben ist. Das Linksabklappern auf der Tagblatt-Site ist mir zu mühsam. So kann ich mich auf einem PDF über den neuesten Klatsch in meiner alten Heimat informieren.
Kommentar von Bruder Bernhard — 13. April 2009 @ 16:12
@tinu: Genau: Wieviele Kinder in der Region haben den Osterhasen gesehen …. hahaha. Auf eine richtige Klatschseite aus der Region warten wir hier schon lange. Frustrierte Journalisten gäb’s genug – mit der Faust im Sack. Eine Zeit lang habe ich noch auf das da gehofft. Wer weiss ….
Kommentar von tinu — 13. April 2009 @ 17:56
Vielleicht gehst du mal dem Meister Cortesi die Ohren langziehen. Dann haben wir beides: Den Osterhasen und den Anspruch!
Kommentar von Frau Müller — 14. April 2009 @ 13:41
Habe ich den Hinweis „Publireportage“ überlesen? Oder ist es bei dem Sonntagsblatt Usus, dass sie Produkte und Dienstleistungen von Freunden, Kollegen, Kumpels und ehemaligen Arbeitgebern ins Blatt hievt?
Im Gastro-Journalismus, unter Sportjournalisten, auch in der Lokalpolitik würde man es Mietmaul, Kumpelei, Hofberichterstattung oder gar Filz nennen, wenn ein Journalist über Leute oder deren Unternehmen schreibt, die er privat kennt.
Man stelle sich vor, ein Restaurantkritiker würde über das Lokal schreiben, wo er als Student gejobbt hat, oder einen Wirt portraitieren, der ihm die Hochzeit (selbstredend gegen Bezahlung) ausgerichtet hat. Oder war’s die Homepage?
Ein Journalist, der auch nur einen Funken Professionalität und Berufsehre besitzt, würde einen solchen Auftrag an einen Kollegen weitergeben, der nicht persönlich involviert ist. Seiner eigenen Glaubwürdigkeit zuliebe.
Kommentar von Bruder Bernhard — 14. April 2009 @ 15:04
@Frau_Mueller: stimmt, da hat Bauer ja seinem Homepagedesigner einen dicken Gefallen getan.
War mir gar nicht mehr präsent – und das hebt die Sache aus der Klatschspalte schon fast heraus. Allerdings ist in diesen Zeiten grassierender Leserveräppelung die Schamgrenze ins Unterirdische weggesackt, so dass man Gefälligkeits’journalismus’ nicht mal mehr richtig als solchen registriert.
Aber wir wollen doch mal davon ausgehen, dass bauer sich keine ‘Vorteilsnahme’ (so bezeichnet man doch so was bei Politikern?) vorwerfen lassen muss und er die erwähnte Agentur zum vollen Preis entlöhnt hat für Homepage und Website (78s). Das entnehme ich nicht zuletzt seinen hohen ethischen Ansprüchen an sich selbst. Ein Schelm, der Übles dabei denkt?
Kommentar von flashfrog — 16. April 2009 @ 14:25
So ein “exklusives” Abdruckrecht wird es nicht für lau geben, vermute ich. Und umgekehrt eine Anzeige in der Sonntagzeitung auch nicht…
Kommentar von flashfrog — 16. April 2009 @ 14:28
Jemand eine Ahnung, was so eine Fahrt mit der U-Bahn in Tokio pro Station Richtung Zentrum kostet?