Freitag.de
Dies ist keine Medienkolumne, kein Mediawatchblog – dies ist ein Zufall!
Da ich drüben mein Archiv von vor 20 Jahren aus zerknautschten Schachteln ziehe, ein Archiv, das zum ersten Mal wieder das Licht des Tages erblickt, nachdem es mehrere Umzüge, feuchte Keller, einen Schopf im Jura und ein paar halb beschlossene Entsorgungsaktionen überlebt hat, welch ein Wunder, bin ich auch bis zum Rande der (in der Kulturberichterstattung vielfach falsch verwendeten) Schnittstellen gelangt, und heute gebe ich einen ersten kurzen Einblick.
Langsam könnte ich sowieso einen Blog aufsetzen mit dem Thema ‘Bieler in fremden Diensten’, soviele Geschichten sind mir unterdessen näher bekannt. Ach, vielleicht streue ich die eine oder andere Anekdote aus meinen Dossiers gelegentlich hier ein. Doch heute nicht mehr davon. Doch, vielleicht nur ein wenig: Dr. Michael Angele.
Dr. Michael Angele, mein früherer Chefredakteur beim weltberühmten Fanzine Angeldust, deren Nummern ich bei Gelegenheit drüben abdrucken werde, hat mich in den letzten Wochen überrascht. Womit? Vielleicht dazu später mehr, die Brille jedenfalls kann es nicht sein, denn als Verfasser eines Artikels über Szenemoden im Angeldust, 1985, weiss Angele genau, welche Codes er mit seiner Pilotenbrille ohne Sonnenschutz ‘ironisiert’… Heute ist er ja beim Freitag.de, übrigens komisch: Viele Bieler in fremden Diensten werden Bester Freund eines Millionärs, erinnert sich jemand Frank A. Meyers?
Später
Ich musste jedenfalls herzlich lachen angesichts des Interviews der Freitag-Redaktion mit Alexander Kluge, Augstein und Angele wie zwei Buben, fehlte noch das Gimme-Five, nachdem Augstein schon bei einer allerersten Frage scort, wahrscheinlich was Gescheites platziert, vielleicht haben die beiden gar eine Wette laufen, ähnlich den Donaldisten?
Und nachdem ich auf ein Interview des früheren Netzeitungs-Chefredakteur (hatten wir hier in Biel nicht einmal mitbekommen….) äh…. auf ein Interview gestossen bin, musste ich, das Kluge-Kolloquium noch frisch in Erinnerung, unbedingt googeln, nach “hat einmal gesagt” – den Trick, diese Wendung, die muss man sich merken, damit kommt man auf jedenfall überall durch, wie es scheint.
Das habe ich mal gesagt.
Da ich den Freitag schon mal im Titel habe, hier noch mein Eindruck dazu: Huch, ist das hochgestochen. Ob die das noch merken? Ob Angele sich deswegen im Impressum als Dr. aufführen liess? Und wenn nicht hochgestochen, dann wabert’s gar gefühlig – so geht also Community? Da haben wir ja in der Schweiz nochmal Schwein gehabt mit unseren User-Löschers, den Community-Killers vom unterdessen gänzlich überflüssigen crash. ch oder wie dieser gescheiterte Community-Versuch der Tamedia schon wieder hiess… Dieser Kelch ist an uns vorbeigegangen. Sonderfall Schweiz, halt, wie immer.

Diese lockere Serie, die auch an der Triperie nicht spurlos vorbeigegangen ist, wollen wir heute um eine zu Recht stark funkelnde Fazette erweitern: Sexuelle Frustration führt in den Abgrund. Die Politiker sollen uns endlich mal zuhören, verdammt nochmal!!!
Schönes Wetter heute morgen. Vitamin D werde scheint’s durch Sonne gebildet, also setze ich mich im Trolleybus ans Fenster und lasse mich bescheinen. Wir fahren durch ein schönes Aussenquartier, Bäume, Laub, ein kleines Fussballstadion rechts, ein Tennisplatz links, der Herrgott meint es wieder mal gut mit seinem auserwählten Volk. Ein früherer Stadtpräsident mit seiner Frau steigt zu, die Sonne lacht, ein Freitagmorgen in der Schweiz.








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