new kid on the blog seit 11-09-2008

La Triperie - Bruder Bernhard
steht ein für die Inneren Werte!!!

30. September 2009

Polanski: Eigengoal einer Kulturclique

Was ist eine Clique? Wenn wir uns unserer eigenen Cliquenbildung in der Jugend entsinnen: Man wird über gemeinsame Interessen zusammen geworfen, wählt sich die Einzelnen also nicht aus, man hat gemeinsame Ziele und zieht eine Grenze nach aussen. Der Einzelne sollte sich auch nicht ins Abseits manövrieren, deshalb kann man auch unter Umständen von Gruppendruck reden. Unter diesen Gesichtspunkten haben wir es bei der Filmszene Schweiz sicher mit einer Clique zu tun, einem System der gegenseitigen Abhängigkeiten von Einzelkämpfern, Firmchen und Grüppchen. Und, wenn man böse sein will, einem gewissen Gruppendruck zu einer angesagten Meinung.

Nachdem dies definiert wäre, zur Sache. In den letzten Tagen hat sich diese bisher eher vage wahrgenommene Clique erfolgreich in den eigenen Fuss geschossen. Der Höhepunkt war sicher die Sendung Glanz & Gloria des Schweizer Fernsehens, wo Schauspieler und Randfiguren mit unterirdischen Statements für Unglauben sorgten – Unglauben bei mir, dass man so dummdreist herumlafern kann, Unglauben auch, dass das Schweizer Fernsehen so etwas ins Programm hievt. Und damit eine ganze Branche blamiert.

Es gibt auch in der Kulturszene Leute, die nicht einfach ihrem Herdentrieb folgend reflexartig sich vor einen Mädchenschänder stellten, nur weil dieser ein geniales Werk geschaffen hat. So etwa der französische Regisseur Luc Besson, welcher zwar seine Bewunderung für Polanskis Werk ausdrückte, gleichzeitig aber sich gegen die Solidarität mit dessen privaten Höllen verwahrte: Er habe selber eine 13jährige Tochter…

In diesen Tagen hat sich ein tiefer Graben aufgetan zwischen Polanski-Verteidigern und der übrigen Öffentlichkeit. Man muss gar nicht in die Tiefen der notorischen Newsnetz-Populisten abtauchen – die Empörung ist ziemlich breit. Kein Wunder. Im Boulevardblatt Le Matin etwa gab die Chefredakteurin einer vorherrschenden Tendenz so Ausdruck:

“Cet homme-là a réalisé «Le pianiste» et l’on aurait aimé que les sept personnes qui dirigent ce pays s’en souviennent. Qu’il y en ait une, au moins, pour s’insurger. Pour oser dire que les sursauts tardifs de juridisme étroit et la servilité envers les Etats-Unis ne doivent pas l’emporter sur la reconnaissance du statut artistique. Qu’on ne met pas la culture sous mandat d’arrêt.”

Übersetzt: Dieser Mann hat Le pianiste gedreht und man würde sich wünschen, die sieben Personen die dieses Land regieren würden sich dessen entsinnen. Dass wenigstens eine sich wehren würde. Dagegen, dass die verspäteten Ausschläge eines engen Justizismus und die Servilität gegenüber den USA höher gewichtet werden als eine künstlerische Stellung. Man verhaftet die Kultur nicht.

Der letzte Satz bezieht sich natürlich auf die berühmte Äusserung De Gaulles, der in Bezug auf den demonstrierenden französischen Philosophen Jean-Paul Sartre gesagt haben soll: “Man verhaftet Voltaire nicht”. Mit Verlaub: Ariane Dayer, sind Sie noch bei Sinnen? Die Kommentare der Leser könnt ihr selber nachlesen, der Link führt zu ihrem Editorial und den Kommentaren.

Man muss auch ganz offen sagen, dass alle Argumente für Polanski an den Haaren herbei gezogen waren und eine Konzentration auf den eigenen Bauchnabel verrieten, die erschreckend ist. Schon nur die Idee, die Verhaftung sei eine Ohrfeige für die Kultur! Blocher hat man während seiner Amtszeit im Bundesrat immer wieder zu Recht vorgeworfen, das Prinzip der Gewaltentrennung zwischen Politik und Justiz zu verletzen. Die Verhaftung Polanskis ist eine Handlung der Justiz, nicht der Politik, und wer jetzt verlangt, die Justiz hätte die Politik informieren müssen, der macht sich mit Blocher gemein. Folgerichtig ist ja auch die SVP der Meinung, die Aktion sei nicht in Ordnung.

Die Erfahrung der letzten Tage zeigt nun leider eines: Die, welche unter der Politik der SVP so gelitten haben, sind im Ernstfall bereit, genau so wie diese zu handeln. Das ist schon mal sehr ernüchternd. Und noch etwas anderes ist dieser Tage passiert: Die angesprochene Clique hat der Kulturförderung möglicherweise einen gewaltigen Schaden beschert, denn würde heute über einen Kulturkredit etwa für Pro Helvetia abgestimmt, was meint ihr wohl, wie würde an der Urne entschieden? Es brauchte nur ein paar zügige Plakate, etwa: Kein Geld für Mädchenschänder, oder ein paar Originalzitate (das berüchtigte “Jugendsünde…”) mit dem Zusatz: Und diesen Leuten soll man Geld schenken?

Vielleicht aber braucht es nicht mal diese Demagogie, vielleicht ist das Geschirr schon so kaputt genug. Man muss nur mal schauen, welche Extremisten die Schändungsrelativierer aus Film, Presse und Blogsphäre bedienen – Wasser auf die Mühlen der Pädophilierelativierer auf dieser Sexseite, beispielsweise. Und die Rechte jubelt… Die werde ich hier nicht verlinken, gib mal in slug.ch den Suchbegriff ‘Polanski’ ein, eine üble Brühe schwappt da rum.

Kein Wunder: Wenn sogar angesehene Journalisten entweder nachweislich verdrehte Tatsachen in den Ring werfen, weltfremden Verschwörungstheorien huldigen oder zu ganz grotesken argumentarischen Volten Zuflucht nehmen, dann verludert die Debatte vollends.

Vielleicht wundern sich nun langsam Einige, wieso ich mich, als selber ganz hervorragender Künstler, über die Affäre dermassen aufrege, dass ich nun schon meinen dritten Beitrag zum Thema schreibe? Es ist ganz einfach: Ich ertrage Narren nicht freudig.

Abgelegt unter: Kotzen — Tags: — Bruder Bernhard @ 13:25

29. September 2009

Petition für Kindlivögler

So nennt man sie halt im Knast, man entschuldige die harsche Ausdrucksweise. Und sie stehen wohl nicht ganz umsonst in der Knasthierarchie auf der untersten Stufe.

Es geht also ein Aufschrei durch die europäische Filmszene, so höre ich in den Nachrichten, eine Petition grosser und geringerer Namen wird lanciert: Sofortige Freilassung von Roman Polanski wird verlangt. Diese bedingten Reflexe von Kulturschaffenden erschrecken mich schon ein wenig, denn ich denke, zum Bild eines Künstlers gehört vorzugsweise die Fähigkeit zur Analyse. Es gibt Ausnahmen, wie Stockhausen, aber diese bleiben Ausnahmen.

Nun zeichnen sich die Argumente für Polanski nicht gerade durch analytischen Reichtum an. Zuerst einmal: Für wen setzen sich diese Petitionenten ein? Für einen Mann, der mit 43 Jahren seine Stellung missbraucht hat, um ein 13jähriges Kind unter Einfluss von Alkohol und Drogen zu einvernehmlichem Sex zu verleiten. Und diese Schilderung ist nur die harmlose Variante – es wird auch von Vergewaltigung geredet. Da bin ich zu wenig Jurist, diesen Punkt zu beurteilen – aber soviel scheint klar, bei diesem Machtgefälle kann keineswegs von ‘einvernehmlichem Sex’ geredet werden, dafür gibt es eher den Begriff des sexuellen Missbrauchs Abhängiger. Denn er tat dies mit einem Mädchen, das er für eine grosse Zeitschrift fotografierte, er war ein weltberühmter Regisseur, er hätte ihr eine Tür in eine Zukunft als bewunderte Schauspielerin öffnen können – genau das hat er schamlos ausgenutzt! Wenn ich mir dieses Setup vorstelle, wird mir übel.

Polanski ist zudem nicht einfach mal ausgerutscht, was zwar für den geschilderten Fall total unwichtig ist, aber die ganze Sache endgültig unappetitlich macht. Polanski hat einen Hang zu jungen Frauen, zu Mädchen, das ist allgemein bekannt, er gibt dies zu, Polanski ist krank und hat möglicherweise noch viel mehr Leid verursacht als dieses eine Mädchen gebrochen.

Für einen solchen Mann wird unterschrieben, weil er halt Polanski ist, der geniale Regisseur. Welch ein Wahnsinn!!! Wäre er ein rumänischer Autohändler, würde sich kein Mensch aufregen über die Verhaftung nach 30 Jahren, auch wenn dieser Autohändler von mir aus regelmässig in seinem Chalet in Gstaad aufgetaucht wäre. Oder stimmt das etwa nicht?

Und was wirft man jetzt ‘der Schweiz’ eigentlich vor? Sie hätte Polanski via die französischen Behörden warnen sollen, meinte zum Beispiel die frühere Präsidentin von Pro Helvetia Yvette Jaggi heute am Radio. Hätte man einen rumänischen Autohändler auch warnen sollen? Es sei ein Kniefall vor den USA, um den Fall UBS auszubügeln, meint meine neue Zielscheibe Daniel Vischer. Und sowas sagt ein Anwalt, der genau weiss, dass der juristische Spielraum genau Null war, nachdem ein Rechtshilfebegehren aus den USA da war und die Deppen vom Zürcher Filmfestival in die ganze Welt hinausposaunt hatten, wann Polanski in Zürich anzutreffen sei. Ich war bis heute noch nicht von der Krankheit des Politikerüberdrusses befallen – Typen wie Vischer könnten das ändern…

Dann hören wir, es werde aus den USA quasi eine Hexenjagd auf Polanski betrieben, er könne mit keinem fairen Prozess rechnen, er sei bereits im ersten Prozess vom Richter vorverurteilt gewesen, es wird sogar die Asyltradition der Schweiz bemüht. Ich lese wieder durch, für welchen Typen man mit so grossen Kanonen auffährt, kotze kurz unter die Tastatur und sage dazu nur noch: Dafür gibt es eben den Rechtsstaat. Wenn das so ist, und Polanski mit Hilfe seiner französischen Männerfreunde Sarkozy, Kouchner, Mitterand Lang etc. die Justiz anruft, wird ihn wohl kein Schweizer Richter wirklich an die USA ausliefern können. Es ist also für die Petitionenten zu hoffen, dass die Verfolgung Polanskis wirklich das Mass sprengt. Die Verfolgung, die zum allgemeinen Unverständnis nun schon 30 Jahre dauere. Da soll man nicht Mitleid haben mit dem armen Genie, der gemäss der TV-Sendung Glanz & Gloria ja nur eine Jugendsünde (mit 43 Jahren…) begangen habe. Dass er durch seine jahrzehntelange Flucht selber für diese späte Sühne verantwortlich ist, scheint nicht ins Gewicht zu fallen. Und dass sein Opfer als unterdessen verheiratete Frau und Mutter nun mit Namen und Bild 30 Jahre nach der traumatischen Erfahrung im Internet herumgezerrt wird, daran scheint sein Verhalten keinen Anteil zu haben.

Kann sein, dass Polanski vom Grössenwahn befallen ist – schon nur, dass er jahrelang in die Schweiz reiste, dort sogar ein Chalet besitzen soll, dabei wird er international gesucht. Was bildet sich der Mann eigentlich ein? Das selbe wie seine Unterstützer: Das Gesetz gelte für einen genialen Künstler nicht.

Abgelegt unter: Kotzen — Tags: — Bruder Bernhard @ 09:10

28. September 2009

Swisscom blamiert sich

Ob wohl die Swisscom immer noch im Denken des Staatsbetriebs befangen ist? Irgendwie hatte ich den Eindruck, die Firma hätte sich seit den Ascom-Hasler-PTT-Zeiten dynamisiert, aber die Dynamik scheint mir wieder verloren zu gehen.

Hier ist meine Geschichte (jeder hat ja die Seine….):

Vor zwei Monaten habe ich ein neues Notebook gekauft, um das Arbeiten mit Mobile Unlimited zu testen und natürlich auch, um im Spital trotzdem verbunden zu sein. Drei Monate hätte das Probeangebot von Swisscom laufen sollen, heute nacht allerdings war die Leitung plötzlich tot. Nachdem ich verschiedentlich versucht hatte, wieder Verbindung zu kriegen, klärte ein Anruf bei Swisscom dann die Lage: Das Datenvolumen von 10 GB war erreicht, deshalb wurde mir sang- und klanglos abgeklemmt. Dieses Vorgehen hätte mich schon warnen sollen. Ich meine, wer einen Kunden gewinnen will, der schickt ihm doch zumindest eine Nachricht, weshalb er plötzlich keine Verbindung mehr hat? Idealerweise sogar ein paar Tage vorher, das dürfte doch keine Schwierigkeiten bereiten und scheint mir das Normalste der Welt zu sein.

Ich wollte dann das Probeabo in einen Vertrag umwandeln – dass es 59 Franken pro Monat kostet, damit 10 Franken teurer als die Konkurrenz ist, das war mir klar. Deshalb verlangte ich eine kurze Vertragsdauer – die Swisscom aber konnte mir nur den Jahresvertrag anbieten. Das wären dann 720 Franken, die ich für diesen Vertrag zahlen müsste.

Da ich bereits jetzt für Telefon und Internet im Büro 1200 pro Jahr und für Mobiltelefoniererei rund 600 zahle, wird mich dieser Absprung von Swisscom dazu motivieren, mich nach einem Gesamtpaket umzusehen, also Fixnummer/Internet/Mobil/Mobil Internet, im Moment rund 200 pro Monat. Mich dünkt, jemand müsste mir doch das für ca. 120 pro Monat anbieten können? Auf jeden Fall werde ich den G3-Vertrag woanders abschliessen müssen, und unter Umständen die anderen Dienste ebenfalls dort hinüber nehmen. Und die Swisscom hat gar nichts mehr.

Stur wie Anton. Die Swisscom, ich auch. Mit dem Unterschied, dass sie als die Blöden da stehen, die mich von einem neuen Dienst überzeugt haben, mit dem entsprechenden Werbeaufwand, und ich buche ihn nun woanders – womit die Konkurrenz gratis zu einem neuen Kunden kommt.

Abgelegt unter: Praxistest — Tags: — Bruder Bernhard @ 16:41

Polanski: Freibrief für Sex mit 13jähriger

Die Aufregung um die Verhaftung Polanskis in Zürich ist zu Recht gross. Doch es müssen sich wohl die, die sich jetzt so wohlfeil entrüsten, bei der Nase nehmen.

Ich will die Geschichte nicht nochmals zusammen fassen. Die beste Darstellung habe ich natürlich in Le Temps gelesen, ist aber online nicht verfügbar (Jetzt abonniert euch endlich – gute Zeitung). Doch auch dort ist der Unterton derselbe, wie ihn Titus in der Augenreiberei heute darstellt.

  • Polanski ist ein genialer Filmemacher und berühmter Künstler, mit einem grossen Werk
  • er hat der Welt viel gegeben,
  • er hatte ein schweres Schicksal
  • es war einvernehmlicher Sex
  • das Opfer war gar nicht mehr Jungfrau (!)
  • es ist lange her
  • das Opfer will selber nicht mehr, dass er verfolgt wird (weil es seiner Familie, Mann, Kindern, Mutter die Geschichte nicht mehr zumuten will, notabene)
  • eventuell will die Schweiz wegen der UBS sich erkenntlich zeigen

Heisst das also, ein 43jähriger darf eine 13jährige während einer Photosession unter Drogen setzen und danach einvernehmlichen Sex mit ihr haben?

Ja, wenn das so ist – dann soll man das doch bitte so sagen, dann kann man auch drüber diskutieren. Aber nicht solches Geschwurbel ablassen wie es Redder hier von der Pressekonferenz schildert.

Polanski hat übrigens allen Grund, auf seine Umgebung und das Zürcher Filmfestival sauer zu sein. Hoffentlich ist er es. Er und seine Anwälte, die er doch sicher hat, wissen genau, dass er in den USA immer noch wegen dieser Geschichte gesucht wird. Sie wissen genau, dass der Haftbefehl 2005 gar auf die ganze Welt ausgedehnt worden ist. Kann mir bitte jemand erklären, warum dieses Kästchen nicht bei jeder Auslandreise Polanskis in der Checkliste abgehakt wird? Was sind das für Anwälte, und wie naiv ist Polanski selber? Nachdem noch in diesem Jahr sein Gesuch um Einstellung des Verfahrens von einem US-Richter abgeschmettert wurde mit der Begründung, solange er noch auf der Flucht sei, komme dies gar nicht in Frage.

Und wie unbeleckt sind die Schweizer Kulturgroupies, die ihn einladen in ein Land, welches seit Annahme der Initiative für die Unverjährbarkeit für pornographische Straftaten an Kindern durch seine Rechtsabkommen mit den USA verpflichtet ist, Polanski festzunehmen und auszuliefern? Ist denen das nicht mal am Rande in den Sinn gekommen? Ist doch klar, dass die grossartige Ankündigung seines Schweiz-Besuchs im Programm des Festivals die US-Behörden auf den Plan rufen würde. Mit welcher Begründung wohl hätte sich die Polizei rauswinden können, warum sie Polanski wieder nicht festnehmen konnten?

Es hätten mindestens juristische Abklärungen gemacht werden müssen, das wären seine Fans Polanski schuldig gewesen. Dass sie das nicht gemacht haben, das ist der eigentliche Skandal.

Traumtänzer – zuerst total versagen, dann rumheulen und wilde Verschwörungsgeschichten in die Welt setzen. Vischer: jetzt plustert er sich auf, aber auch er, Anwalt, der er ist, ist nicht darauf gekommen, dass Polanski Gefahr droht. Oder soll man annehmen, er hat weder vom Verfahren  noch von der Einladung ans Filmfestival in seiner Stadt gewusst? Seinetwegen eigentlich müsste ich diesen Beitrag in der Rubrik ‘Kotzen’ ablegen – nach der Lektüre von ein paar anderen Reaktionen tu ich’s glaub wirklich.

Beschämend, eigentlich. Und Polanski: Bei solchen Freunden braucht er keine Feinde mehr.

Abgelegt unter: Kotzen — Tags: — Bruder Bernhard @ 14:51

27. September 2009

Miss Schweiz: Lügen und Gott lästern

Hat Satan seine Hand im Spiel gehabt bei der Wahl der Miss Schweiz? Glaubt man den Auguren, tippten diese reihum auf andere Kandidatinnen; wie sie diese voneinander unterscheiden konnten, bleibt allerdings deren Geheimnis. Für mich sehen sie alle gleich aus: die gleichen Zähne, die selben dürren Ärmlein und hervorstehenden Hüftknochen, dieselbe Solariumgrundierung. Lasst mich kurz abschweifen. Das folgende Bild zeigt Susana Duijm, Miss Mundo 1955, wie sie auf der LP Criolissima von Aldemaro Romero abgebildet ist.

Susana Duijm, Miss Mundo 1955

Susana Duijm, Miss Mundo 1955

Eine schöne Frau hat richtige Arme, wie Susana Duijm, man nennt diese auch Armbrüste. Grad für eine Miss Schweiz müsste das eigentlich selbstverständliche Verpflichtung sein… Aber wir wollen uns nicht bei Äusserlichkeiten aufhalten, schliesslich sagt die Miss Schweiz 2009 im Blick selbst von sich, dass sie “nebst dem Äusseren auch eine wahre, innere Schönheit ausstrahle”. Das kann sein. Das ist nicht die Lüge, von welcher ich im Titel schreibe. Nein. Lügen tut sie hier:

“Blick: Wem würden Sie Ihren letzten Franken schenken? Miss Schweiz: Jedem, der es nötiger hat als ich.”

Rechne: Wäre das nicht gelogen, hätte sie den letzten Franken schon lange weggegeben! Aber was ist schon zu erwarten von einem Mädchen, das sich in der selben Zeitung als Gotteslästerin entpuppt?

Ich muss vielleicht voraus schicken, dass diese Woche in einem Beitrag in DRS 2 zu hören war, es sei nun doch erwiesen, dass sich erworbene Eigenschaften vererben täten, diese würden nämlich quasi an den Genen andocken und so weiter gegeben. Und ich muss hinzufügen, dass einer meiner Vorfahren Prediger war – wir stammen nämlich aus dem Emmental, dort, wo es am Finstersten ist. Wo man eine Bibel danach beurteilt, ob sie ja auch das sechste Buch Mose enthält. Ich bin also qua Geburt eine natürliche Autorität in Fragen der christlichen Religion!!!

Und ich sage euch, wahrlich: Es ist Gott gelästert, wenn man wie die Familie der Miss Schweiz 2009 für einen Sieg in einem Wettbewerb der vergänglichen Äusserlichkeiten den Namen Gottes anruft und ihn solcher Banalitäten wegen in seinem Tagwerk stört! Wie sagte doch im Blick

“Vater Franzruedi (57): «Meine Frau und ich haben oft mit Linda zusammen gebetet, damit sie die Kraft und Sicherheit hat, um zu gewinnen.»”

Da bleibe ich sprachlos! Wer ein so traditionelles Bild vom Gottvater mit Bart hat wie Vater Franzruedi, der sollte sich der Tragweite seiner Vermischung von Gottgefälligkeit und Hybris bewusst sein. Sein traditionelles Bild Gottes zeigt sich in seiner Vermutung

«Grossvater, der im Himmel ist, freut sich jetzt bestimmt auch!»(Blick)

Diese Familie konnte der Versuchung ganz offensichtlich nicht widerstehen. Und wie heisst diese Figur, die als Versucher auftritt? Hypage, Satana!!!

Abgelegt unter: Für den Conférencier — Tags: — Bruder Bernhard @ 17:46

Hab was von Michèle Roten heimgebracht

und zwar das da hier:

Rattenwürgen

Rattenwürgen

Das schöne Bild fand ich via den Link neben ihrem Deep-Throat-Artikel; und es ist nur ein zufällig ausgewähltes Beispiel aus der Schweizer Familie Petsite – das nenn ich ideal platzierte Online-Werbung. Mehr will ich nun gar nicht mehr schreiben: Zu viel Michèle Roten verdirbt den Stil. Die Kommentare unter diesem Artikel zeigens deutlich. Devotionalia, Fäkalia.

A propo – Kommentare: Diesen Artikel der aufgeregten Leserreaktionen wegen sich reinfisten! Und dann ein paar schlecht angezogene Männer schauen: Diese Hosen, meine Güte!!!

Das war soweit wieder mal ein rundum gelungener perverser Abend hier.

PS:

Ich konnte halt die Misswahlen nicht schauen, da ohne TV, aber die Resultate hat DRS2 in den Mitternachtsnachrichten vermeldet, alle drei Erstplatzierten mit vollem Namen und, soviel mein eines Ohr mitgekriegt hat, Wohnort. Danke.

Abgelegt unter: Für den Conférencier — Tags: — Bruder Bernhard @ 00:54

26. September 2009

Medienlese hat schon Oktober

Vorhin wollte ich mir im Archiv von Medienlese noch einen Link sichern, bevor diese eingestellt wird. Pustekuchen: Bei der Medienlese ist schon Oktober. Denn im Oktober soll sie eingestellt werden…

Wie schrieb Hogenkamp im April 2009:

—-Schnipp—-

Dieses Posting in eigener Sache ist leider eines mit schlechten Nachrichten: Wir von Blogwerk haben beschlossen, medienlese.com am 30. April einzustellen. Das tut weh, aber die wirtschaftliche Entwicklung lässt uns kaum eine andere Wahl.

Update: Nachdem sich einige Leser mit einer Spendensammlung für die Rubrik “6 vor 9″ ins Zeug gelegt haben, wird medienlese.com vorerst bis Oktober 2009 weiter bestehen.

—-Schnapp—–

Schon im April hatte ich mich ja gegen die Geldsammlung für Medienlese-Betreiber Blogwerk AG ausgesprochen. Dass Blogwerk aber das Culot hätte, Medienlese trotz Spenden und Zusage bis Oktober grad gänzlich vom Netz zu nehmen, so dunkel konnten meine Gedanken gar nicht sein. Denn Medienlese wurde nun nicht nur eingestellt (zudem vor dem versprochenen Termin), man findet auch kein Archiv mehr. Der Link www.medienlese.com führt nur noch auf netzwertig.com. Käse: Im Juli war ich über Medienlese auf den Blog eines offenbar sachkundigen deutschen (Ex-)Journalisten gestossen, der aus seinem Exil auf einer griechischen Insel interessante Analysen abfeuerte. Den hätte ich gerne wieder mal gelesen.

Vielleicht kann jemand helfen?

Zum Glück habe ich bei Medienlese kaum je kommentiert, sonst würde ich mich jetzt schon verarscht fühlen.

Abgelegt unter: Hinweis — Tags:, — Bruder Bernhard @ 20:13

25. September 2009

Ich brauche 1.8 Planeten (oder doch 2?)

Der WWF Schweiz hat seinen neuen Footprint-Rechner online gestellt. Begrüsst mich, wenn wir uns dort begegnen:

BB als Avatar

BB als Avatar

Im ersten Durchgang bin ich auf exakt 2 Planeten gekommen! Das kann doch nicht sein, sagte ich mir, habe versucht, korrekter zu antworten. Erst als ich soweit ging, die Nicht-Energie-Sparlampe in Küche und WC zu verschweigen, weniger Zeitungen und Bücher zu kaufen und nur noch 1-2 mal pro Woche Fleisch zu essen (statt praktisch täglich), erst so konnte ich es auf 1.8 Planeten herunter bescheissen.

Das hegelt mich jetzt: Ich bin als Velofahrer mit meiner in einem anderen Beitrag beschriebenen Wohnung, immer noch eingerichtet mit Brettern und Kisten wie zu studentischen Zeiten, mit meinem Hang zum sog. ‘minderwertigen’ Fleisch (Innereien) bei gefühlten 0.8 Planeten. Hélas, ein Trugschluss! Müsste wohl umziehen in eine Minergie-Wohnung und mehr Label-Produkte kaufen. Und wahrscheinlich haben sie mich auch an den Elektrogeräten aufgehängt.

Muss mal drüber nachdenken – verflixt!!

Abgelegt unter: Hinweis — Tags:, , — Bruder Bernhard @ 09:30

Eine Ohrfeige den Jammeri

Dieser unscheinbare italienische Gastarbeiter beschämt sie alle – unsere pensionskassenverliebten ‘Künstler’. Tusch für und Hommage an Alvaro Bizzarri!!!

Alvaro Bizzarri heute, Arbeiter im Volljob und Filmemacher

Alvaro Bizzarri heute, Arbeiter im Volljob und Filmemacher

Eine Sendung im Westschweizer Radio hat ihn mir wieder in Erinnerung gerufen, den damals in der ganzen Szene gerühmten und viel gelobten Filmemacher Bizzarri, der mit seinem Film ‘Lo Stagionale’ in den 70ern an den Solothurner Filmtagen für Aufsehen sorgte. Der Film zeigte das Leben der italienischen Saisonniers, Arbeiter, die damals durch perfide Bestimmungen daran gehindert wurden, den Schweizer Sozialwerken zur Last fallen zu können – arbeiten, das durften sie, hier leben, das sollten sie gefälligst nicht. Diese unmenschliche Situation war das Thema Bizzarris Filme, von denen nun eine Auswahl auf DVD veröffentlicht worden ist. Mit Unterstützung so illustrer Kreise übrigens wie ‘Les amis d’Alvaro Bizzarri’, der Stadt Biel, der Gewerkschaft Unia, der Colonia Libera – der Mann hat Spuren hinterlassen, und dabei ist er nicht mal tot! Grosser Respekt!!!

Als ich die so wunderbar eindrückliche Radiosendung hörte, ist er mir wieder eingefallen. Bizzarri lebte damals in Biel, und seine Filme zeigte er zum Teil persönlich an den typischen Politveranstaltungen der Zeit, wo ich ihn mal gesehen habe. Ein bescheidener Mann, der die ganze Zeit zu 100% normal gearbeitet hat, und daneben einen Film um den anderen gedreht hat. Mit billigstem Equipment.

Alvaro Bizzarri mit seiner Kamera in den 70er Jahren

Alvaro Bizzarri mit seiner Kamera in den 70er Jahren

Verrecksch eifach!!! Super Acht!!!! 3 Minuten Film kosteten glaub 20 Franken damals, der Preis von viermal Kino in der Revolverküche…. Total ohne Unterstützung durch die Schweizer Kulturpolitik schuf er ein Werk, das an europäischen Filmfestivals, u.a. in Berlin, und am Fernsehen als Schweizer Film präsentiert wurde. B E S C H Ä M E N D ! Es wurden schon heutige Filmemacher beobachtet, wie sie zu Füssen Bizzarris dran sind, grad ihr Herz auszulöffeln. Hört euch dazu die Radiosendung an. Hört euch auch an, wie knapp sein Werk am Verschwinden vorbeigeschrammt ist. Das wird hier wohl auch noch ein Thema werden.

Bizzarri erzählt, er sei als Kulturverantwortlicher der Colonia Libera auf die Idee gekommen, Filme über die Situation der Saisonniers zu machen. Da er vom Filmen keine Ahnung hatte, gab er 1969 seine Arbeit als Schweisser in der Fabrik auf und nahm einen Job in einer Fotohandlung an, um zu lernen, wie eine Kamera funktioniert. Wir vergegenwärtigen uns kurz die Arbeitszeiten im Verkauf zu dieser Zeit: Sonntag war den ganzen Tag, Montag nur am Morgen geschlossen! Ah, und am Samstag schlossen die Läden um Vier, immerhin, nicht wie heute um Fünf. Und in seiner Freizeit also schuf Bizzarri nicht nur seine Filme, was schon eine Riesenbüez mit der damaligen Technologie und seinen Ressourcen sein musste, er ging auch in die Baracken und zeigte die Filme, war in der Colonia Libera aktiv…. Heutige Filmemacher, wie gesagt, essen ihr Herz aus.

Dabei ist mir auch wieder die Herkunft des unsäglichen Begriffs der ‘Selbstausbeutung‘ eingefallen, der die Künstlerjammerdebatte heute immer wieder bereichert. Sorry, liebe Kulturtheoretikerinnen, dieser Begriff kommt vom linken Stammtisch, und hat mit Kunst und Kulturproduktion eigentlich gar nichts zu tun. Von Selbstausbeutung begann man zu reden, als in den 70er Jahren in jedem Kaff eine Alternativbeiz eröffnet wurde. Alternativbeiz hiess Genossenschaftsbeiz, alle verdienen gleich viel, es gibt möglichst keine Spezialisten, alle sind gleichberechtigt. Und können somit überall mitbestimmen. Was dazu führte, dass unglaublich viel Zeit für die Entscheidungen in unendlich langen und häufigen Sitzungen verbraten wurde. Die Bands im Kulturprogramm, der Gemüselieferant, das Putzmittel, die Hausbank, Besuch eines Journalisten: Alles musste gemeinsam besprochen werden. Der Überdruss war da vorprogrammiert (heute heisst das Burn out). Was hinwiederum dazu führte, dass mal jemand ausrechnete, wieviel Stunden die Leute eigentlich auf der Arbeit verbringen, und wieviel sie dafür verdienen. Denn selbstverständlich konnten sich diese Wirts-Amateure auch keine gewerkschaftlich vertretbaren Löhne auszahlen, da sie ja nicht wirklich zu Geschäften gelernt hatten. Der Begriff war geboren und verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der ganzen Szene.

Heute gibt es fast keine dieser idealistischen Genossenschaftsbeizen mehr, und die selbstausbeuterischen Zustände haben sich verflüchtigt. Nur das Wort, das ist uns geblieben, und jetzt wird es halt inflationär überall verwendet, wo jemand eine Sache um ihrer Selbst willen betreibt.

Alvaro Bizzarri hätte es in diesem Denken gar nie geben dürfen. Wir verneigen uns.

Abgelegt unter: Hinweis — Tags:, — Bruder Bernhard @ 05:29

24. September 2009

Wie Politiker von Webagenturen über den Tisch gezogen werden

Kann man einem Politiker einen amateurhaften Auftritt im Web nachsehen? Schauen wir zuerst mal ein paar Beispiele an.

Dank reto.m habe ich grad vorher mal die Webseite des Bundesratskandidaten der welschen CVP angeschaut. Abgesehen davon, dass Schwaller sich als problemloser Vertreter der Romandie verkaufen wollte, er aber nicht mal daran dachte, seine bloss deutschsprachige Webseite vorher wenigstens übersetzen zu lassen – abgesehen davon leistet sich Schwaller bzw. seine Webagentur schon auf der Startseite einen der schlimmsten Anfängerfehler überhaupt.

Ich überlasse es euch, die Seite zu laden und den Fehler zu finden. Seinem Webberater gehören sicher die Ohren lang gezogen – aber vielleicht hat Schwaller als ehrlicher Christ ja einen Verwandten beauftragt, um diesem den Einstieg ins Webdesign zu ermöglichen…

So wie wohl auch die französische Ex-Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal. Sie ist sogar soweit gegangen, die Seite ihrer Partei in der Partei, Desirs d’Avenir, durch ihren neuen Geliebten designen zu lassen. Sie soll sogar ein  Budget von 40′000 Euro eingereicht haben, um das Meisterwerk noch mit einer Datenbank zu verbinden, um einen Fan-Shop aufzuziehen. Diese Rechnung an ihren Hauptsponsor hat in Frankreich ziemlich Wellen geschlagen, nachdem sie publik geworden ist.

Royal bestreitet unsaubere Machenschaften und argumentiert, die bisherige Webseite sei noch viel teurer gewesen. Wo hier die Wahrheit liegt, ist im Moment schwer zu sagen. Dies ist auch nicht so wahnsinnig wichtig – wichtig ist Royals neuer Webauftritt. Es gibt ihn unterdessen in drei Versionen: die erste vom 15. September, die auch noch durch Serverfehler 500 glänzte;

Desir davenir Version 1 - eine Sekte?

Desir d'avenir Version 1 - eine Sekte?

die zweite vom 17. September, die ein Frechdachs mit den Windows-Programmen Paint und Notepad in 30 Minuten kopiert hat, um das Budget zu ridikulisieren;

Désirs davenir Version 2 - Kindergarten?

Désirs d'avenir Version 2 - Kindergarten?

eine dritte vom 22. September, immer noch unglaublich trashig designt und immer noch mit schlimmen Fehlern,

Désirs davenir Version 3 - ein Standarddesign von Joomla, heisst es

Désirs d'avenir Version 3 - ein Standarddesign von Joomla, heisst es

zum Beispiel mit einem Mitgliedschaftsknopf “Cliquez ici”,

coucou, cliquez ici

coucou, cliquez ici

der nicht funktioniert!!! Incroyable!!!!

Wer den Schaden hat, braucht natürlich für den Spot nicht mehr zu bezahlen – nur blöd, dass die verbliebenen Hardcore-Fans von Royal der Meinung sind, man dürfe sich über diese abverheite dreimal kaputt geflickte Arbeit nicht amüsieren. So musste sich dieser Clip in Youtube vorhalten lassen, es sei ja eine Montage, es sei gar keine Berichterstattung über Désirs d’avenir, die den Lachkrampf bei der Moderatorin verursache… Incroyable!!!!

In Le Temps heute lese ich übrigens auch von einer schönen Gaffe von Sarkozys Herausforder Dominique de Villepin, der ein wichtiges Statement auf seine Webseite gestellt haben soll, bloss gehe die Aussage im Strassenlärm total unter. Leider konnte ich es nicht überprüfen – das Video blieb hier schwarz… Vielleicht geht’s ja bei euch?

Also: Kann man einem Politiker einen amateurhaften Auftritt im Web nachsehen?

Der Punkt hier ist der folgende: Wenn ein Politiker nicht mal in der Lage ist, sich das Knowhow für einen gelungenen und fehlerfreien Webauftritt zu posten, wie kann man ihm dann in anderen Themen trauen, wo er ja nicht mal sein eigenes Geld ausgibt, nicht für sein eigenes Image arbeitet, sondern mit dem Geld von uns Steuerzahlern einkauft? Ich habe in der Schule noch gelernt, eine Stellenbewerbung müsse fehlerfrei und ohne Tintenflecken oder Knickfalze total proper versandt werden – ich frage mich ernsthaft, ob diese Leute hier, die à la “va te faire foutre” sich präsentieren, solche Grundsätze eigentlich nicht kennen. Frechdachse sind das, ganz einfach.

So – unterdessen den Fehler bei Schwallers Startseite gefunden? Von neuen Kommentatoren werden nur richtige Antworten hier veröffentlicht, also scharf nachdenken!!!

Nachtrag drei Wochen später:

Die Auflösung gibts hier

Abgelegt unter: Praxistest — Bruder Bernhard @ 18:59
Ältere Artikel »

Wordpress Classic Theme, gespielt à la Bruder Bernhard's Nackthalshuhn
Abzeichnen vom Bildschirm bei Angabe der Quelle (url) ausdrücklich erlaubt!!!