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La Triperie - Bruder Bernhard
steht ein für die Inneren Werte!!!

31. März 2009

Shawnes Blog gesperrt!!!

Wie ich heute höre, hat der Kanton Jura den Zugriff auf den Blog von Shawne Fielding gesperrt.

Diese Massnahme stehe im Zusammenhang mit der Affäre Pornogate.  Etwa 30 (’une trentaine’) Funktionäre der Republik wurden dabei ertappt, am Arbeitsplatz im grossen Stil Sexseiten zu nutzen. Der massiv erhöhte Traffic blieb natürlich nicht unbemerkt. Die müssen das zum Teil stundenlang praktisch gestreamt haben. Bis heute sind ein Staatsanwalt und ein Richter am Kantonsgericht zurückgetreten. Tragisch.

Aber eben – Shawne. Sind es solche Bilder, die zur Sperrung ihres fantastischen Milliardärs-Blogs mit adligem Einschlag geführt haben? Affaire à suivre, wie die Romands so schön sagen …. Morgen vielleicht? Hm … ganz sicher!

Update von 11:14 Uhr

Abgelegt unter: Unterhaltungskunst — Tags: — Bruder Bernhard @ 07:27

29. März 2009

Ende der Sonntagspresse

Es hat sich einfach so ergeben: Seit einigen Monaten schon kümmere ich mich kaum mehr um die Sonntagszeitungen. Früher, ja, früher, als noch alles Ganz Anders War – da konnte ich von den dicken Wälzern vom Sonntag kaum genug kriegen, da konnte die Branche schon mal zehn Franken Druckkostenbeitrag von meiner Seite budgetieren. Das war noch vor dem Krieg. Lange her.

Heute sieht es so aus wie heute: Ans Wlan des Nachbarn angedockt, im Web herumspringen, mal hier einen Artikel, hier eine Diskussion mitnehmen. Die einzige Sonntagszeitung, die ich mir allenfalls noch kaufe, die FAZ, kaufe nicht ich. Hier handelt meine Freundin Prokrastinante, die mich immer dann tröstet, wenn unbedingt etwas fertig werden müsste. So wie heute …. Mal sehen. Warum die FAZ? Weil ich deren Spiel noch nicht auswendig kenne, möglicherweise; um hingegen die privaten Anemonenzutaten und Rückzugsgefechte unserer publizistischen Jammerlappen mitzukriegen, dafür muss ich sicher kein Geld ausgeben. “Führender Kritiker” …. sorry, muss schnell in den Keller!!!

So, da bin ich wieder. Gemerkt? Beide Links führen zu führenden Zeitungen. Aber beide Beiträge könnten auf einem x-beliebigen Blog erscheinen. Eine journalistische Leistung ist beide Male nicht zu erkennen, es sind pure Meinungsäusserungen, aufgeschrieben, sowas kann jeder. Das ist es wahrscheinlich, was unsere ‘Eliten’, die aktive Leser gerne als ‘Mob’ oder ‘Pöbel’ bezeichnen, so auf die Palme treibt. Da studiert man vielleicht jahrelang, kämpft um einen der heiss begehrten Plätze in den warm geheizten Redaktionsstuben, vielleicht gar mittels eines ehrgeizigen Blogs, um dann, endlich angelangt, festzustellen, dass die Redaktionsstube im Bauch der Titanic liegt, wo die Arbeit zu einem guten Teil im Berichten über neue Gadgets und Produkte besteht. Und die Passagiere, möglichst noch blind, schauen ständig rein, sind ständig am Kritisieren oder Föpplen. Und reden vom Abhauen. Da wär’ ich auch stinkig.

Ihr Geschäftsmodell haben sich die hiesigen Sonntagszeitungen übrigens selber kaputt gemacht. Wozu soll ich am Sonntag News lesen, die, wenn wichtig, am Montag sowieso noch einmal wiederholt werden? Wieso soll ich für einen beliebigen vorproduzierten Magazinstoff Geld ausgeben, wenn der ja wirklich nur das ist: beliebig? Im Gegensatz zu den Annahmen der Jammeri in den Verlagshäusern geht es mir persönlich übrigens überhaupt nicht um die Geschwindigkeit der Informationsvermittlung. Eine gute Zeitung ist auch nach Tagen, manchmal sogar nach Wochen noch gut. Meine sieben Mulden können das bestätigen!!!


ZwitscherZwitscher: FAZ kaufen

Abgelegt unter: Praxistest — Tags: — Bruder Bernhard @ 12:41

28. März 2009

Alpha-Peinlichkeiten

Diese verdammte Blogsphäre! Macht mir aber langsam und sicher alles kaputt, rupft mal hier einen Schleier, mal da einen Paravent weg. Und zwar einfach durch die schiere Menge an Alpha-, Beta- und Metainformationen. Das habe ich grad vorhin gemerkt, auf meiner kleinen Samstagsrundschau in Postings, die ich wegen wochenlangem Offline-Fever (nein, ist keine Krankheit) wohl verpasst hatte.

So hatte ich die Geschichte hier, wo’s einmal mehr um Anonym-Pseudonym-Klaronym (APK) geht, gar nicht richtig mitbekommen. Ich fand ihn jetzt aber lustig, den Einblick in das Twitter-Gezwitscher der sog. ‘Alpha-Journalisten’. Nicht wegen APK, auch weniger wegen der gegenseitigen Schulterklopferei – diese ist schliesslich die allerwichtigste Grundlage von Twitter überhaupt und macht wohl 90% des Inhalts aus. Nein, lustig fand ich den offensichtlichen Zwang, unter dem diese Leute stehen, auch noch diesen Kanal für die Eigenpromotion auszunützen.

Blöd ist einfach, dass schnell gezwitschert anonym gelesen heisst. Gewisse Dinge sollten einfach nicht an die grosse Glocke gehängt werden. So weiss ich jetzt etwa über Michele Roten nicht nur, dass sie sich die Möse rasiert, dass sie mächtig stolz auf ihren Knackarsch und ihr so unglaublich gewagtes Tattoo ist. Genau ein Drittel dieses Wissens hätte mir eigentlich genügt.

Was ich jetzt aber wirklich nicht lesen wollte, das sind Sachen wie: “Elias Canetti  privat muss ein Riesenarschloch  gewesen sein”. Wenn eine gediente Journalistin so was zwitschert, dann ist er bei mir dahin, der Glaube an die ‘gute Allgemeinbildung’, welche doch sicher immer noch zum Berufsbild gehört. Fragezeichen. Und wenn dann einer der anderen Schulterklopfer zurückschreibt, ja, das stimme, er habe ihn mal privat getroffen, dann ist es wieder da, das Wissen um das aufgeblasene Ego von Popjournalisten.

Anmerkung eines normalen Lesers: Dass Canetti ein Superarschloch war, weiss jeder, der auch nur eine simple Rezension der ganz normalen Sachbücherabteilung-Canettibiografie in seiner Tageszeitung gelesen hat. Oder vor fünf Jahren die Besprechungsflut seiner Abrechnung “Die Party im Blitz”  nicht ganz überlesen hat. Der Stammvater der Alphajournalisten Frank A. Meyer hat sich ja unter anderem immer damit in Szene setzen können, dass er Bücher liest. So weit sind wir noch nicht, dass sich ein Journalist schon dadurch auszeichnet, dass er Zeitungen liest. Noch nicht. Aber mir schwant da was …

Abgelegt unter: Kurz und gemein — Tags:, — Bruder Bernhard @ 10:38

27. März 2009

Während ich mir im Keller einen….

… einen Riesenschranz lache, delektiert euch doch mal an diesem Paste-on-smile hier. She is UNVERWUESTLICH!!!

ZwitscherZwitscher: Muss unbedingt ein Leben kriegen! Egal wessen.

Abgelegt unter: Unterhaltungskunst — Tags:, — Bruder Bernhard @ 15:20

25. März 2009

Twitter over capacity

Jetzt wollte ich doch rasch vor Feierabend bei Shawne vorbeischauen, ob sie wieder ein Hals-über-Kopf-Videöli zwitschert – und da kommt diese Meldung:

“Twitter is over capacity”

Da hat man doch gleich das Gefühl, es sei wieder mal was passiert auf der Welt, ein Amoklauf, ein Attentat, und alles twittert wieder wie blöd Befindlichkeiten in der Gegend rum, Journalisten am ‘recherchieren’ und auf Gerüchte, Hypes und Fakes hereinfallen.

Mal zum Stammtisch, ob dort vielleicht jemand was weiss ….

Oh, PS: jetzt geht’s wieder: Nix wie hin. Shawne hat jetzt ihren versprochenen (Google, natürlich-)Blog, super: Sie berichtet über ihre Dienerin, die ihren Gästen einen runterholen muss, über geheime Treffpunkte (listigerweise nur mit dem Namen und der ungefähren ‘Location’, nicht mit der genauen Adresse – oh challenge) und wie sie eine Treppe aufrollt. DAS hätt’ ich zu gerne gesehen. Aber man kann’s ja lesen! Mein Frühenglisch reicht da vollauf.

ZwitscherZwitscher: heut gibt’s Fleischvögel z’Nacht.

Abgelegt unter: Praxistest — Tags:, , — Bruder Bernhard @ 18:16

Bruder Bernhard liebt Evelyn

Ja, und das schon lange: Seit ich ihre Memoiren gelesen habe. Und nun, da ich über ein eigenes Publikationsorgan mit angeschlossener Radiostation verfüge, kann ich ihr endlich diese Hommage zu Füssen legen. Dazu muss ich allerdings noch ein wenig graben…. ca. 2 Meter tief. Ich melde mich, wenn ich unten angelangt bin.

Ihr wollt bestimmt schon mal überbrückungsmässig das neue Programm auf laut.fm/latriperie geniessen. 4 STUNDEN und 4 Minuten 17 Sekunden, rotierend 24/24, 7/7, zwei Wochen lang.

Abgelegt unter: Unterhaltungskunst — Tags:, — Bruder Bernhard @ 11:33

Mein mieser Charakter II

Haben wir es nicht schon immer gesagt? Nun sind sie wohl endgültig abgestürzt, die überforderten Programmierer-wird-Webguru-und-seine-Frau-Community-Organizer-und-Chefredakteur.

Gegenüber Januar ein Viertel Leser verloren – das wars dann wohl. Ein kurzer Blick auf die Site zeigt: zum Gähnen, niemand wird euch vermissen. Da ist es bei Shawne Fielding ja noch spannender: Heute zwitschert  die Unverwüstliche über Handjobs und VERSPRICHT EINEN BLOG!!! Werde allein wegen ihr wohl noch Quicktime installieren, denn sie stellt ihre Filme in diesem Exotenformat ins Netz – Art Brut

Abgelegt unter: Hinweis — Tags:, — Bruder Bernhard @ 07:55

17. März 2009

Ich bin ein Zwitscher-Folger

Und ich nehme alles zurück, was ich je über das Zwitschern gedacht habe. Seit die nachfolgende Dame hier zwitschert!

http://twitter.com/ShawneFielding

und sie nutzt das Medium voll aus, finde ich. .

Abgelegt unter: Hinweis — Tags:, — Bruder Bernhard @ 16:00

16. März 2009

Im Stall, bei die Ein-Trick-Ponies

Manchmal findet man manches total geil, dann plötzlich mal nicht mehr. Etwa das Pferd, das rechnen kann – bis man herausfindet, es kann eben nur das, aber nicht mal das – denn es rechnet ja gar nicht, es schaut dem Meister einfach aufs Maul, und so lange er lächelt, so lange klopft es, das Pferd – hört er auf zu lächeln, hört es auf zu klopfen.

So, diese Zeilen musste ich schon mal zu Beginn schinden, denn sonst wird mein langweiliger Beitrag ja überhaupt nicht voll. Justament so, wie jene Mark von Husslings (ein Autojournalist, glaube ich – den nichts kaputter macht als wenn man seinen Namen falsch schreibt. Behauptet er wenigstens. Weil das klingt ja so prominent….). Aber ich will ihn ja nicht kaputt machen, sondern was über die Ein-Trick-Ponies schreiben.

Zu den Ein-Trick-Ponies gehören: Mark von Husslings, die Weltwok (eine Zeitung), der Verlag Eichborn. Ein-Trick-Ponies bringen genau einen Trick, und der ist irgendwie so neu oder ungewohnt, dass sie damit früher oder später auffallen müssen. Von Hussling ist mir eher früher aufgefallen, deshalb könnte er für mich jetzt eigentlich aufhören mit seinem einen Trick und sich einen neuen einüben. Tut er aber nicht. Macht aber auch nichts. Denn seine Berichte erscheinen bei der Weltwok, ebenfalls ein Ein-Trick-Pony, wie gesagt, das mir eher früher aufgefallen ist und deshalb wohl unterdessen mich stink langweilt. Weshalb sie nicht mehr auf meinem “Radar” (Marcel Ospel, ein Bankangestellter) erscheint. Und so würde ich Von Husslings neuen einen Trick, so er denn mal einen fände, eh verpassen.

Von Husslings wichtigste Kulturleistung: Er hat aufgedeckt, dass Stars wie Maria Käri viel netter sein sollen als ihre sie eifrig abschirmende Entourage glauben macht. Und davon zehrt er jetzt seit gefühlten 10 Jahren (wahrscheinlich sinds bloss fünf?). Ich harre immer noch der nächsten Enthüllung: Dass die Stars genau dieses Bild von sich mit Husslings Hilfe aufgebaut haben, und er enthüllt das jetzt als zynisch, berechnend, oder besser, da solche Wörter nicht zu seinem übrigens nur angelesen wirkenden Ennui passen, als “profund proletarisch”!

Bis es soweit ist, ergötzen wir uns schon mal daran, dass der Verlag Zweitausendeins, der Husslings Buch vertreibt, die Weltwok als “Zwitter aus Spiegel und TAZ” bezeichnet.

Und der Eichborn Verlag? Dort gehörte es eigentlich hin, das Buch - aber darüber ein ander Mal. In 10 Jahren. Denn das hat schon Züge eines neuen Themas.

PS: natürlich war ich jetzt unfair. Von Hussling hat ja einen zweiten Trick eingeführt, vor gefühlten fünf Jahren. Welchen? Auflösung im Text “versteckt”.

Abgelegt unter: Kurz und gemein — Tags: — Bruder Bernhard @ 18:58

Lesen!

Diese Drei Bücher zur UBS:

  • Lukas Hässig, Der UBS-Crash
    Lies hier, jenseits der letztlich unpolitischen Gier-Debatte, wie die UBS teils heimlich, teils dummdreist alles riskierte und prompt alles verlor. Und wie sie in Verkennung der Realitäten meinte, über den US-amerikanischen Gesetzen zu stehen, diese systematisch und von ganz oben abgesegnet täglich umging (bzw. verletzte!) und damit dem Bankgeheimnis wohl den endgültigen Garaus machte…. Because they can!
  • Myret Zaki, UBS am Rande des Abgrunds
    Nochmals dasselbe, aus grundsätzlich bankenfreundlicher Feder, dennoch äusserst kritisch und mit detaillierter Erklärung der toxischen Anlagen (die in den Büchern der SNB weiter verrotten dürfen, bis die nächste Sau-durchs-Dorf die Sache in Vergessenheit geraten lässt – was ja nun nicht aufgehen dürfte…). Recht viele Wiederholungen im Buch, was für den Banklaien ein Vorteil ist, da diese Anlagevehikel doch komplexer als ein Sparbüchlein sind. Zaki ist Wirtschaftsjournalistin bei Le Temps und steht den Genfer Privatbanken nicht fern.
  • Viktor Parma und Werner Vontobel, Schurkenstaat Schweiz
    Der Rückblick auf die Entstehung des Bankgeheimnisses, wahrscheinlich von Parma geschrieben, ist mindestens interessant, aber angesichts der steilen Thesen zu oberflächlich und damit nicht viel wert. Der umfangreichere Teil aber, offensichtlich von Vollenweider, bringt erhellende Argumente zu den ewigen Steuerdebatten und lässt Finanzminister Merz gar nicht gut aussehen!

Allen drei Büchern ist gemeinsam, dass sie nicht einfach nur rummotzen und lästern und Moralin verspritzen, sondern mit harten Fakten glänzen, die jede Frau und deren Mann kennen sollten, die Geld in die UBS gesteckt haben – alle schweizer Steuerzahler also!!!

Abgelegt unter: Hinweis — Tags: — Bruder Bernhard @ 11:49

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