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La Triperie - Bruder Bernhard
steht ein für die Inneren Werte!!!

27. Oktober 2008

Die Schande der weissen Frau

Wieviele Milliarden haben die Regierungen des Westens innerhalb eines Nachmittags für ihre Banken locker machen können? Habe ich heute morgen 1700 Milliarden gehört? Nachdem jahrelang beim Sozialen aufs Schäbigste nur bessere Almosen verteilt worden sind? Nachdem politische Brandstifter jahrelang auf die einprügelten, denen es weniger gut geht als mir und ihnen selber? Fühlen Sie sich jetzt nicht auch ein wenig verarscht?

Ich bin halt etwas ab von der Welt, hier. Sobald die Kühe draussen sind, stört das Methangas zudem den Radioempfang – deshalb höre ich vor allem früh morgens, wenn’s noch dunkel ist. Heute morgen Jean Ziegler zu Gast bei den Libraires francophones. Es war also noch dunkel, ich hatte ein T-Shirt an (Takashi Miike, ihr entsinnt euch? Habe ich schon in einem früheren Beitrag unterbringen können :-) …. Und ich muss das jetzt noch raushauen, bevor die Kühe ins Freie gebracht werden müssen!!!! Also, überprüft die Zahlen selber!!!! Bittschön.

Auf 100 Milliarden mehr oder weniger kommt’s heute sowieso nicht mehr an – so sind fangs die Verhältnisse, blödsinnig.


In der Radiosendung wurde auch gesagt, 82 Milliarden würden genügen, den Hunger in der Welt zu besiegen!!!! Gopf!!!

“Die Schande des weissen Mannes” gibt’s bei Google gar nicht – in meiner Erinnerung ist damit die Ausrottung der Indianer gemeint.”Die Schande der weissen Frau” nun ist dieses Verreckenlassen von Kindern und ganzen Familien, Tag für Tag, Stunde um Stunde, Minute um Minute. Schliesslich haben die Frauen die Mehrheit in den täglich siegreichen Ländern.

Abgelegt unter: Kurz und gemein — Tags:, — Bruder Bernhard @ 07:42

23. Oktober 2008

Neues aus der Oase der Steueroptimierer

Unglaublich, was sich die Reichen unterdessen alles einfallen lassen, um noch reicher zu werden. Lies das Ding bei Volkskultur nach und schau Dir die reisserischen Actionfilme dazu an, die seine Eminenz auf Youtube dazu gefunden hat.

Fast am lustigsten finde ich dieses Nachmittagstalkshow-Outfit, welches sich der Herr “Doktor(?)” Zimmermann aus Zug für seine Arbeit zugelegt hat. Da hat er’s mit der Mimikry jetzt wirklich ein bisschen übertrieben!

Abgelegt unter: Kotzen — Bruder Bernhard @ 12:41

21. Oktober 2008

Eltern sind Mörder! Alle!!!

Das denke ich jedes mal, wenn ich Papi mit dem Auto zur Arbeit, Mami die lieben Kleinen zur Nachhilfstunde fahren sehe. Aber ich muss es gar nicht mehr weiter ausführen: Schon in der Papierversion hat mir dieser Artikel hier sozusagen das Thema gestohlen… Brutale Wahrheiten. Ihr werdet euch im 2050 nach einer leckeren kleinen Banken- und Wirtschaftskrise, die man locker mit ein paar Billionen beherrschen kann, sehnen!!! Und das Dumme ist: Es werden euch keine Ospels und sonstigen Abzocker als Sündenböcke herhalten – alle werden es gewusst haben …

Sagt B.B., der die 1 komma 1 Pendler per Auto nicht einmal mit einem Fluch bis ins 7. Glied belegen muss – die erledigen das selber. Aber noch was: Wann das letzte mal einen voll besetzten Personenwagen gesehen? Schon mal aufgefallen, dass darin meistens dunkelhäutige Ausländer sitzen? Sie sind vom Mördervorwurf hiermit ausdrücklich ausgenommen!!!

Abgelegt unter: Kurz und gemein — Tags: — Bruder Bernhard @ 10:16

19. Oktober 2008

Facts 2.0 hat leider verloren

Tja, leider hat es nicht gelangt für Facts 2.0. Der Big Brother Award ging dieses Jahr noch an die Konkurrenz. Dabei hat der Facts-Geschäftsführer doch wirklich alles versucht, um die Jury noch auf der Zielgeraden in seinem Sinne zu beeinflussen. Chancen hätten durchaus bestanden, da die Preisträgerin Securitas schon vor Wochen verlauten liess, sie wolle die gewürdigten Praktiken nicht fortführen. Christoph Lüscher hingegen beharrt auf der Rechtmässigkeit seiner Schnüffelei. Er greift sogar zu einer ganz offensichtlichen Lüge. Wir hier nennen das eine Fick-Dich-Lüge: “Du siehst, dass ich lüge, kannst es aber nicht beweisen”.

Nun, dass die ominösen 32/17′000 nicht stimmen können, lässt sich leicht nachweisen: Wenn ein Postfach geöffnet wird, wird ähnlich wie in einem Blog nicht einfach eine bestimmte Nachricht angezeigt, sondern ein ganzer Rattenschwanz, je nach Länge der einzelnen Nachricht sind das zwischen so 5 und 10 – oder noch mehr.

Nicht nur keine Reue, keine Entschuldigung, kein “Wir werden das in Zukunft nicht mehr tun”. Nein. Es wird sogar der Leiter Unternehmenskommunikation der Tamedia mit dieser erfundenen Zahl munitioniert, und dieser traut sich tatsächlich mit diesem Unsinn an die Öffentlichkeit.

Also, gute Chancen für Facts im nächsten Jahr. Vielleicht plaudert ja mal ein Whistleblower bei Ugugu? Die Internet-Adresse www.bigbrother.ch hat der Kandidat jedenfalls bereits für sich reserviert. Kein Kohl! Hier musst du kucken, he, voll krass, Mann, sach ich mal… (Originalmonolog aus der TV-Sendung)

Also, dann, tschüss, bis im nächsten Jahr!


Hier nochmals die Links zur Facts-Story in der richtigen Reihenfolge:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Nachtrag


Abgelegt unter: Kurz und gemein — Tags:, — Bruder Bernhard @ 11:06

18. Oktober 2008

Facts zeigt Kunden den Mittelfinger

Es ist kaum zu glauben: Die Chefredaktörin von Facts 2.0 scheint wieder mal Amok zu laufen.

facts löscht wieder mal unliebsame artikel

Ich hatte ja gedacht, ich könnte mich nun andern Themen zuwenden, aber die tun jetzt wieder so blöd auf ihrer Weide, da kann der Bauer einfach nicht wegschauen! Bitte um Entschuldigung, es muss nochmals sein – zum allerletzten Mal, hoffe ich doch sehr, Facts!! Nehmts euch jetzt mal zusammen!!! Die Bankenkrise verlangt nach mir!!!! Will mich nicht mehr mit euch abgeben müssen!!!!!

Seit Facts 2.0 für den Big-Brother-Award nominiert ist, der heute Samstag in Bern verliehen wird, wird wieder angeregt über die ’soziale Plattform’ des Tamedia-Konzern geschrieben. Und diese Woche musste der Geschäftsführer von Facts auch zugeben, sie würden die Persönlichen Nachrichten ihrer Benutzer mitlesen!!! Es soll übrigens schon T-Shirts dazu geben.

Mach dir auch eins

Zwei der Blogs, henusode und medienlese, welche über die Nominierung berichteten, werden von Facts 2.0 aggregiert (laut meinem Coucousin muss ich das so schreiben, das bedeute: automatisch wird alles von denen eingesogen und ist dann in den Artikeln automatisch zu finden). Wen wundert’s: Die Artikel sind auf Facts 2.0 nicht zu finden. Alles andere hätte mich jetzt auch erstaunt.

Ich hätte allerdings angenommen, die Chefredaktörin würde wie üblich ihr nicht genehme Beiträge in den hintersten Ecken von Facts 2.0 sang- und klanglos versenken. Dem war auch so: Die Artikel waren nur schwer zu finden. Deshalb wurde von flashfrog, einer der zahlreichen “Ehemaliger Nutzer” von Facts, in einem Kommentar der Link zum Artikel von Medienlese innerhalb Facts gepostet. Minuten später war der Artikel bei Facts gelöscht, und offenbar ebenfalls jener von Bugsierer’s henusode-blog. Das ist nicht etwa Zensur, nein, das ist … äh… ach, Christoph Lüscher wird uns das sicher noch irgendwo erklären.

Nun, im Löschen haben die Facts-Macher Übung – man muss sich nur mal die Phantom-Debatten im Archiv anschauen, die lauter “Ehemaliger Nutzer” miteinander führen… alle gelöscht, alle nun Unpersonen. Dass darunter sogar eine frühere angestellte Teilzeit-Redaktörin zu finden ist, schlägt irgendwie alles, was ich in diesem Bereich in der Schweiz je gehört habe. Man stelle sich vor: Journalisten, die ihre Arbeit üblicherweise mit ihrem Namen zeichnen: und plötzlich ist die Arbeit von einem halben Jahr einfach weg: sowas nennt man Ehrabschneiderei.

Aber Respekt vor anderen Leuten war noch nie etwas, was man der Chefredaktörin und ihrem Ehemann, dem Geschäftsführer, je vorgeworfen hätte. Respekt vor anderen Leuten ist ja auch keine Bedingung für Erfolg: Man schaue sich nur mal Harvey Weinstein an, den supererfolgreichen Produzenten von Quentin Tarantino. Dieser ist bei den Filmern wegen seiner Rumschneiderei in ihren Werken arg verhasst, und hört deshalb auf den Spitznamen “Harvey Cissorhand”.

Das Ehepaar am Ruder bei Facts, übrigens, wird in der Szene auch nur noch “die Löschers” genannt :-) – und in den letzten Monaten machten sie diesem Spitznamen alle Ehre, konnte man sie doch beim fleissigen Beseitigen von Spuren ihrer Fehltritte in ihrem Archiv beobachten.

Der S-Bahn-Schubser ist z.B. weg, der zum Rauswurf von etwa 10 Usern führte… wo die Red. fremdenfeindliche Kommentare - einmal mehr – sehr pfleglich behandelte und Einspruch dagegen sofort zum Vorwand einer erneuten Säuberung nahm. Auch den kurzzeitig äusserst aktiven Kommentator Daniel Hirter, welcher mysteriöserweise nach meiner unterdessen stillgelegten satirischen Intervention plötzlich auftauchte, findet man in Facts 2.0 nicht mehr. Falsche Identität eines Redakteurs? Es gibt sogar deutliche Hinweise und Belege zu dessen Identität, aber wir wollen den Mann hier nicht fertig machen – ist nur ein übereifriger Angestellter. Auf jeden Fall: während etwa zwei Tagen quasi einziger Kommentierer; als Gerüchte um seine Identität im Netz auftauchten, plötzlich weg; ebenso seine Spuren, bis auf einige wenige. Bestimmt nur ein Zufall. Klar!!!


Gelegenheit, mal näher hinzuschauen – (ab hier nur noch für detailverliebte Voyeure)

(soll mir aber niemand vorwerfen, ich sei Boulevard)

Ich selber war ja Februar bis Juli recht aktiver Kommentierer bei Facts und konnte so direkt mitkriegen, wie die beiden ticken. Ich will es hier kurz machen, nicht mit Details ermüden. Ihr könnt ja bei Interesse den Links folgen – wenn Facts diese Artikel nicht auch noch löscht oder die Kommentare ‘verbessert’ – ich war sowieso erstaunt, diese noch vorzufinden.

An der Stelle: Merci, Frau Zappadong!

Ein Schlüssel zum Ganzen liegt hier: Chefredaktörin Ilieva vertritt die Meinung, den Künstlern im Ostblock ging’s eigentlich gut! Wenn ich es richtig verstehe, muss ich sagen, denn jetzt beim Nachlesen habe ich manchmal das Gefühl, ich könne sprachlich nicht ganz folgen, was ich aber nicht meinen Sprachkenntnissen anlasten kann – diese sind zwar ländlich geprägt, aber ansonsten hatte ich noch nie Probleme damit… Vielleicht wollte sie etwas anderes sagen, drückte sich aber falsch aus – kann ich nicht ausschliessen.

Nun, was ihr jungen Leute nicht wissen könnt: Ostblock, das war die Verlängerung des zweiten Weltkrieges in die Gegenwart, wo der blutige Stalin bis zu seinem Tod Angst, Schrecken und Terror verbreitete. Eine seiner Spezialitäten war es übrigens, ehemalige Kollegen und Freunde zu vernichten und danach aus allen Fotos retuschieren zu lassen!!! Unterdrückung und Unfreiheit war der Name des Spiels, wo der Verlierer, wenn er Schwein hatte, nur im Gefängnis, in der Verbannung, in der Ächtung endete. Dieses Spiel verlor zwar mit Stalins Tod an Blutrünstigkeit, ausgespielt war aber erst mit dem Fall der Mauer. Was der einzigen Partei (einer Art SVP, nur schlimmer) nicht passte, wurde ohne Federlesens gestrichen, entfernt, gelöscht… Westmedien waren bei Androhung von Gefängnis verboten. Medien gab es nur in staatlich gelenkter Form ….. ein Schelm, der jetzt eine Verbindung herstellte.

Um jetzt zu den Details zurückzukehren:
Ganz schön sind auch Einblicke wie diese, wo Chefredaktörin Ilieva den bugsierer aus heiterem Himmel quer anpflaumt wegen irgend einer alten Diskussion, völlig ausserhalb jeglichen Zusammenhangs! (Er hatte mal die Majestätsbeleidigung begangen, das fehlende Impressum zu monieren). Das ist die Chefredaktörin, nicht irgend eine Userin!!! Dort kann man im Übrigen auch gleich Geschäftsführer Christoph Lüscher bei einer platten Lüge ertappen (die er ja später, unter dem Druck meiner beweiskräftigen Serverlogs, zurücknehmen musste!!!): “Wir durchforsten keine User-Mailboxen, obwohl das bei uns wie auf jeder anderen Website technisch möglich wäre.” Oder, um zu bugsierer und der Chefredaktörin zurückzukehren, hier droht sie ihm unverhohlen mit dem Rauswurf aus Facts – ebenfalls völlig zusammenhangslos mitten in einer Debatte!!! Das ist die Chefredaktörin, nicht irgend eine Userin!!!

Jetzt höre ich dann grad auf mit dem Bashing – aber die Leute provozieren das ja ständig durch ihr Verhalten, nicht wahr. Was nämlich auffällt: Obwohl Angestellte der Tamedia, führen die sich in ihrer Pseudocommunity auf als ob diese ihr Privateigentum wäre. Man muss nur mal schauen, mit welcher Penetranz auch das hinterletzte Fürzchen auf der Plattform gehypt wurde: Die Privatisierungspläne von Christoph Lüscher mit Information Architects Japan konnte man tagelang zu vorderst finden, vor Ronnie Grobs servilem Interview mit Reichenstein gab es kein Entkommen, Diskussionen in der Blogsphäre um die Rauswürfe bei Facts wurden verfälscht wiedergegeben… Aber auch das ist für die Macher so normal wie die Zensur – schliesslich war der Ostblock auch für seine pfauenhaften Militärparaden berühmt.


Noch ein PS: als ich damals das da las, fand ich es nur kindisch und doof: “Natürlich ist die Redaktion überfordert und der Verlag hat einen Online-Partnervermittler (Christoph Lüscher) und eine im kommunistischen Bulgarien ausgebildete Journalistin als ‘verantwortliche Redaktorin’ angeheuert.”. Ich muss mich im Nachhinein beim Autor innerlich entschuldigen – jetzt weiss ich, was er gemeint und wie recht er hatte…

Abgelegt unter: BB erklärt die Welt — Tags:, — Bruder Bernhard @ 08:39

17. Oktober 2008

Die kleinen schmutzigen Phantasien von Facts 2.0 und seinen Anwälten

Vorgestern und gestern konnten wir hier lesen, wie der kleine Bruder Bernhard die Blogaggregation Facts 2.0 zufälligerweise beim Big Brother Spiel ertappt hatte. Die Stellungnahme von Geschäftsführer Christoph Lüscher auf die Fragen von Matthias Gutknecht ist für mich nicht neu. So ähnlich lautete auch die Begründung, welche ich von der TAMEDIA erhalten habe.


In meinem Brief, der hier abgedruckt ist, verlangte ich vor allem eine Begründung für das Lesen meiner Persönlichen Nachrichten, sowohl am 10. wie am 24. Juni.

Zunächst hält der Rechtsdienst der Tamedia in seiner Antwort fest, dass keine Verpflichtung zur Antwort auf meine Anfrage bestehe. Dann der Hinweis auf die AGB: In der Interpretation der Tamedia erlauben diese einen unbeschränkten Zugriff auf die Persönlichen Nachrichten der Nutzer!!!

Also, Kunden der Tamedia, jetzt wisst ihr Bescheid, in welch Geister übler Sauce ihr knietief watet!!!

Ich bin kein Jurist, war dort nur Kunde. Eine juristische Einschätzung hat Mara am Donnerstag gepostet, und sie kommt zum Schluss, dass die AGB das Unternehmen nicht über das geltende Recht stellen können (Schriftgeheimnis). Warum wissen das die TAM-Anwälte nicht? [Hier habe ich vor der Publikation jetzt mindestens 10 Zeilen Ärger über der Anwälte Argumente gelöscht ... gemäss meinem Vorbild Cool Man Steiner...it's cool, man...]

Warum regt mich dieser Niedergang der Tamedia eigentlich so auf, dass ich sogar meine eigenen Zeilen löschen muss? Könnte mir ja egal sein, denn ich lese sowieso deren Produkte nicht mehr – weil sie zunehmend Flachsinn verströmen. Man schaue sich nur mal das komische Netz an, das die jetzt haben, mit den wahnhaften Kommentaren, die garantiert niemand lesen mag, so was von vorsehbar und dumpf. Ausnahmen gibt es sicher, aber wie gesagt, ich mag mich gar nicht durch diesen Wust hindurch kämpfen. Einmal dort vorbeigeschaut, nie wieder – schade um die Zeit!

Vermutung: Das ist Absicht: Die wollen dort beweisen, dass es eben krumm kommt, wenn man den Kommentierern ihren Lauf lässt. Nachtigall, hör auf zu trappsen!!!!


Der Niedergang der Tamedia regt mich deshalb so auf, weil ich in einem zeitungslesenden Haushalt aufgewachsen bin – noch mit der Basler Nationalzeitung zu deren besten Zeiten, als sie noch zweimal täglich erschien und auch so ausgeliefert wurde! Unglaublich – Zeitung am Morgen, und dann nochmals eine zweite Ausgabe mit der Nachmittagspost!!! Danach lasen wir alle den Tagesanzeiger mit dem damals noch umschwärmten und respektierten Magazin. Oh tempora oh tagesanzeiger – heute ein echtes Käseblatt mit ein paar interessanten Hintergrundsbeiträgen (noch) – heute lese ich lieber das eher freisinnige Le Temps und den ebenso freisinnigen Bund. Ich und freisinnig … so weit habt ihr mich getrieben!!!

Welche Persönlichen Nachrichten werden eigentlich überprüft?
Der Rechtsdienst teilt mir mit, dass “insbesondere etwa Mails (sic!!! er schreibt Mails!!!    Matthias!!!! …), die extern verlinkte Inhalte aufweisen …. von Facts 2.0 darauf überprüft [werden], da diese geeignet sein können, um z.B. pornographisches Material zu verbreiten, oder – wie möglicherweise in ihrem Fall bezweckt (Hervorhebung B.B.) – um an private Informationen über andere Nutzer (Loginzeiten und -frequenzen, IP-Adressen und ev. damit verbundene Identitäten) zu gelangen.”

 

 


Das muss man erst mal wirken lassen

 

 

Vielleicht nochmals lesen, sogar…

 


Warum tun die das? Warum??? Darum:

“Mit der Kontrolle von Mails mit verlinkten Inhalten will Facts 2.0 andere Nutzer, welche die Dienstleistungen auf Facts 2.0 ihrem Zweck entsprechend in Anspruch nehmen, vor derartigen Missbräuchen zu schützen.” (wörtliches Zitat, ich schwöre es, Hervorhebungen B.B.)

Um die Privatsphäre der Nutzer auf Facts 2.0 zu verstärken, hat die Projektleitung nun beschlossen, die Möglichkeit verlinkter Inhalte künftig ganz zu unterbinden” (Hervorhebungen wie immer B.B.)


Da bleibt man erst mal total sprachlos…


Und wir erinnern uns: An wen wendet sich Facts 2.0? In erster Linie an ein mündiges Publikum, welches zu einem guten Teil aus Medienschaffenden und studierten Leuten besteht. Wie müssen sich die eigentlich vorkommen, wenn sie erfahren, dass ihre Post gelesen wird, weil sie vielleicht Porno über die Persönlichen Nachrichten von Facts 2.0 austauschen? Wie müssen die sich vorkommen, wenn sie hören, dass ihre Post von irgendwelchen Berufskollegen wie etwa der Chefredakteurin gelesen wird – Leuten, die sich nicht gerade durch Souveränität im Umgang mit Denkenden ausgezeichnet haben? Ich bin wenigstens so freundlich und nenne hier keine Namen, aber es muss auf diesen obszönen Umstand einfach hingewiesen werden!!!

Noch ein Hinweis des Informatikers, meines Coucousins…
Facts gibt an, aus 17′000 Persönlichen Nachrichten deren 32 überprüft zu haben. Gibt es dafür Belege, notieren die laut Angaben des Geschäftsführers chronisch überlasteten Redakteure alle solchen Zugriffe und die Gründe dafür? Wo nimmt er im Nachhinein diese Zahl her? Was löst diese Überprüfung aus? Weshalb wurde das Postfach von X zweimal überprüft, obwohl nur einmal ein externer Link gepostet wurde?

In der auffällig unkritischen, wenn nicht sogar apologetischen Medienlese hält Thinkabout der Tamedia in einem Kommentar u.a. entgegen::
”Dass das Überwachungs-Anstandsmaschinchen allerdings nur bei 32 PN angesprungen sein soll, muss mir niemand erzählen. Vielmehr dürfte gelten, dass ganz bestimmte User ganz konkret das Interesse der Redaktion weckten und entsprechend “verfolgt” wurden.”

Genau! Die Tamedia und Facts 2.0 halten ihre Kunden ganz offenbar für dumme Simpel, denen man alles übers Internet erzählen kann, weil sie’s ja doch nicht auf Plausibilität und Wahrheit überprüfen können. Aber diese Informationsarchitekten und Internetevangelisten, wie sie sich selber gerne bezeichnen, vergessen, dass wir nicht mehr in den 90er Jahren stecken, wo so was noch gehen konnte – die Kunden sind heute einfach zu gut informiert, um jetzt diese Informationen im sattsam bekannten Häppchenmodus noch zu schlucken (nur zugeben, was bewiesen werden kann, ansonsten sinnlose Bausteine als Vernebelungstaktik absondern).
Nicht vergessen: Morgen ist Wahltag


Interessant übrigens, wie die Sache in den Grossblogs abgehandelt wird – entweder nicht oder eher willfährig die durchsichtigen Statements der Tamedia abdruckend, ohne weitere Eigenleistung. Diese können aber wir ‘Kleinblogs’ gerne erbringen. Das Lob von Seiner Eminenz ist, das hast du Leser sicher gemerkt, also punktgenau richtig platziert!

Also, abonniere dich hier :-)

Abgelegt unter: BB erklärt die Welt — Tags:, , , — Bruder Bernhard @ 06:17

16. Oktober 2008

Wie der kleine Bruder Bernhard den Big Brother Facts 2.0 überführte

Wird wohl Facts 2.0 am Samstag den Big-Brother-Award gewinnen? Nun, wenn es eine Kategorie “besonders tölpelhafte Überwacher” gäbe, führte wohl kein Weg an Facts vorbei. Denn wie etwa Matthias in den Kommentaren auf Medienlese’s “Publikum nominiert Facts 2.0″schreibt: Der Nachweis des Mitlesens von Mail bzw. PN (Persönlichen Nachrichten) ist unmöglich. Auch Rechtsanwalt Dr. Bahr gibt in der Diskussion zu “Darf ein Foren-Admin die privaten Nachrichten der User lesen” zu bedenken, dies liesse sich nur sehr schwer beweisen.


Wie kommt dann das Big-Brother-OK dazu, Facts auf die Liste der Nominierten für den Award zu setzen. Ganz einfach: Aus einem ganz dummen Zufall heraus hat die Facts-Redaktion beim Schnüffeln in der Post unübersehbare Spuren hinterlassen, sozusagen den Brief gestempelt mit “Eingesehen durch Facts-Admin”!!!

Wenn der Facts-Admin (oder sie?) hier auch mitliest: magali noel überführt Facts 2.0Sie können sich sicher noch an dieses Bild hier erinnern? Magali Noël, die göttliche französische Sängerin und Schauspielerin? Sie spielte u.a. bei Fellini in La Dolce Vita (hach, waren das noch Zeiten, als vollbusige depressive schwedische Blondinen in Rom in den Brunnen des Stadtzentrums herumplantschen konnten, ohne spezielles Aufsehen zu erregen – nur Marcello und wir Filmpublikum waren dabei!), Magali Noel sang aber auch die Rock’n'Roll-Klassiker von Boris Vian. “Fais-moi mal, Johnny Johnny Johnny – moi j’aime l’amour qui fait boum” – und hinten der Männerchor “Il va lui faire mal il va lui faire mal” – Könnte es sein, dass Facts eine automatisierte Suchroutine über die Post seiner User laufen lässt, die noch mit den moralischen Kategorien der 50er Jahre gefüttert ist? Boris Vian, Magali Noël, Rock’n'Roll – ja, da sträubte sich das Haupthaar – aber jetzt endlich der Reihe nach.

Es ist ja eine meiner ganz grossen Schwächen, dass ich manchmal ein ganz prokrastinöses Verhältnis zu den Fakten habe: Ich kann einfach schwer damit heraus rücken. Doch nun muss es sein.

solch ein Server Log beweist den Zugriff von Facts auf die private Post seiner LeserIch weiss den Tag noch ganz genau, es war der 7. Juli, es war heiss. An die Hitze kann ich mich noch ganz gut erinnern, denn ich hatte ein T-Shirt an. Wenn du es nicht glaubst, ruf den Wetterbericht an (sorry, ein Schlenker zum göttlichsten Filmmonolog, den ich je gehört, aus Takashi Miike’s Gozu), und mein Coucousin stand im Lichte der Morgensonne vor der Stalltür. Schwenkte einen langen Bogen von diesem Computerpapier, ihr wisst schon, auf der Seite gelocht, damit es flott durch die Druckmaschine fräst? Darauf endlos viele Zeilen, und er ganz aufgeregt, lauter rote Pusteln im Gesicht, so aufgeregt. Mein Coucousin ist ein Profi-Informatiker, und er hilft mir immer mit dem Mail und so, wenn meine Neffen nicht mehr weiter wissen. Item. Jetzt ist er wütend auf mich. Was ich in seinem Server zu suchen hätte? Warum ich von Facts aus in seinen Bildern wühle? Ich: Bahnhof. Dann zeigt er’s mir:

(Wenn die Bilder gross werden sollen, drauf klicken, dann Zurück-Taste)

Die Facts-Kundin liest ihr Postfach

Auszug:

Ich staune – was ist das, isländisch? Verstehe kein Wort. Er: Was hast du mit diesem Bild von Magali Noël gebastelt? Hm…. Da fällt mir ein: Da half mir doch mal einer der Neffen, als ich einem User, mit welchem ich über die sog. PN (Persönlichen Nachrichten) bei Facts in Kontakt stand, diese Bild senden wollte. Es ging eben um diesen Film und Fingerringe, ich entsinne mich genau. Wie mein Neffe das gemacht hat? Keine Ahnung.


Zitat mein Coucousin: “Bruder Bernhard hat in die Persönliche Nachricht an X einen Link (mit dem img src-Tag) zu einem Bild eingefügt, welches auf meinem Webserver gespeichert ist. Eigentlich ein normaler Vorgang im Web 2.0. Darauf bin ich bei der routinemässigen Durchsicht der Serverlogs gestossen. Der Ausriss aus dem Log weiter oben zeigt, dass am 10. Juni 2008 von einem Mac auf das Bild magali noel.jpg zugegriffen worden ist, und zwar aus einem Verzeichnis facts/messages/inbox. Ganz offensichtlich ist dieser Zugriff geschehen, als der Empfänger sein Postfach öffnet.”

Als ich meinen Coucousin über die Nachrichtengeschichte aufkläre, wird er noch aufgeregter, und er zeigt auf eine Zeile viel weiter unten auf dem ominösen Blatt und – nun schreit er fast – stottert: “Ja, da wird aber in dem Fall deine Post dort mitgelesen!!!”

Wie er darauf käme? Das seien doch so nette Leute dort, das könne keinesfalls sein!!!

Facts-Redaktion liest das Postfach einer Kundin
Auszug:


Zitat mein Coucousin: “Zwei Stunden, nachdem der Empfänger sein Postfach geöffnet hat, wird dasselbe Postfach nochmals geöffnet, und zwar nicht mehr aus einem normalen User-Verzeichnis, sondern aus einem Admin-Verzeichnis heraus – offenbar mit einem Windows-Media-PC”

Ich war perplex!!! Und bin es immer noch!!!! Und wollte es zuerst nicht glauben!!!!! Doch dann ging mein Coucousin an meinen Computer, oben in der Stube, werkelte etwas herum, und dann zeigte er auf den Bildschirm:

Das passiert, wenn man die Adresse des Facts-Admin-Verzeichnisses eingibt
Das passiert, wenn man die Adresse des Verzeichnisses eingibt, aus welchem auf das Postfach des Benutzers zugegriffen worden ist….

und wenn man ohne Passwort weiterklickt, kommt das da hier:
Das passiert, wenn man ohne Passwort weiter klickt

Was wollte ich da noch sagen? Ich habe mich selbstverständlich dann bei Facts beschwert, und morgen werde ich euch berichten, was ich als Antwort erhielt.

Morgen gehts hier weiter mit dem Thema:

Die kleinen schmutzigen Phantasien der Facts-Betreiber und deren Anwälte


PS:
Ich weiss bis heute nicht, warum mein Coucousin sich so genervt hat, dass ich dieses Bild verschickt habe? Computerfritzen, spinnen doch alle total…

Wenn flashfrog hier fragt, ob die ausgespähten Daten von Facts weitergegeben worden sind: Keine Ahnung. Pikant ist allerdings, dass Facts ja vor allem von Journalisten und Medienleuten frequentiert wurde, und wenn Journalisten in den Privaten Nachrichten ihrer Berufskollegen wühlen, ist das schon sehr sehr sehr bedenklich!!!

Für Teil 1 nach unten blättern oder hier klicken, falls unten leer…und bis morgen!!!

Oder abonniere Dich hier :-)
Hier noch ein Fund von BeizZweiNull…

Abgelegt unter: BB erklärt die Welt — Tags:, , , — Bruder Bernhard @ 07:22

15. Oktober 2008

Facts kann nicht gewinnen!!!

Ah, diese RSS-Feeds sind schon etwas ganz praktisches. Ich habe diese ja für auf meinen Telex abonniert, der steht hinten im Kuhstall. Ich pfeife auf diese neumodischen Ideen meines Nachbarn mit seinem Mozart, mit dem er seine Kühe beschallt. Sie sollen angeblich deutlich mehr Milch geben so. Pfeif ich drauf. Den Kühen solls wohl sein – Gott wirds vergelten. Und wenn der Telex wieder losrattert, weil ein neues Feed reinkommt, ja, dann ist ihnen so richtig wohl – ich kann das an ihren wippenden Klauen sehen!

Und gestern war ihnen wieder so richtig pudelwohl, die RSS wollten nicht aufhören reinzufeeden. Sogar Rivva meldete sich, wo nur die populärsten Themen …. Ihr wisst ja schon, was gestern los war?

Dass die Medienplattform Facts, die vom Tagesanzeiger-Konzern, für den Big-Brother-Award nominiert wurde? Verpasst? Hier könnt ihrs nochmal lesen…

Den Big-Brother-Award gibts für Schnüffler, Überwacher und Untercovers - nominiert sind so einige. Harte Konkurrenz für Facts. Zu harte. Die werden es niiiieee schaffen. Also, was wollen sie ausrichten gegen Konkurrenten wie Nestlé und Securitas, die – tüchtig, tüchtig – aktiv die Globalisierungskritiker unterwandert haben und sich dann noch damit rauszureden versuchten, dies sei quasi in Absprache mit der Waadtländer Kantonspolizei geschehen? Facts, es wird kaum langen für den Award – aber so eine Nominierung ist auch eine ganz schöne Sache, immerhin, soviel ich sehe, sind sie die einzigen aus der Branche ‘Web Zwei Null’! Ja, schon nicht schlecht. Aber: Zweiter sein ist halt doch nicht so das Wahre. Obwohl: Die Zürcher haben darin ja unterdessen Übung. Ich sag nur: Ledergerber (nur zweitbester Stadtpräsident der Welt), Filmfestival (weit abgeschlagen hinter sämtlichen Schweizer Filmfestivals) – und jetzt ist Frank A. Meyer auch noch weggezogen…

Was müsste Facts also noch besser machen, um es wenigstens im nächsten Jahr garantiert aufs Podest zu schaffen? Falls Facts dann überhaupt noch existiert, selbstredend! Denn ich habe langsam den Verdacht, dessen Macher wollen es absichtlich in den Untergang treiben, da sie ja scheints ihren Abgang schon angekündigt haben und eine eigene Internetagentur gründen. Wieso allerdings sie vorher noch Facts kaputt machen wollen, wird man erst später verstehen. Über triftige Gründe lässt sich allerdings trefflich spekulieren. Ich denke, die wollen einfach nicht einem Nachfolger ein gemachtes Nest hinterlassen, das ihnen dann ein Konkurrent wäre… Dieses Ziel haben sie bereits erreicht, keine Frage. So las ich doch kürzlich über eine Absturz von 20 Prozent bei Facts! Aber jetzt: Was besser machen, um nicht nur nominiert, sondern auch gekrönt zu werden?

Facts liest nachweislich die Post seiner Benutzer. Gut. Aber das ist doch viieel zu passiv. An die Front müssen die Leute. Die Securitas hat gezeigt, wie das geht, als sie sich bei Attac einschlich. Unter falscher Identität unterwegs sein, das wäre also noch was für die Facts-Redaktoren. Auch das machen sie zwar, nachweislich. Aber es müsste noch aktiver geschehen: Sie müssten etwa unter dieser falschen Identität mit andern Benutzern private Nachrichten austauschen – auch dafür gibt es allerdings Hinweise. Aber aggressiver muss man das tun, aufhetzen, agent provocateur spielen. Hier kann Facts also noch nachbessern. Die Anfänge sind nicht schlecht.


Dann sollte Facts auch die Umfragen, die es gemacht hat, personenbezogen auswerten. Es ist ja technisch machbar, einen ausgefüllten Fragebogen einer Person zuzuordnen. Und die Fragen waren nicht grad sehr zurückhaltend. Da wurde etwa nach Interessen und Konsumabsichten, aber auch nach ganz intimen Sachen gefragt, etwa, woraus man seine Befriedigung ziehe, wenn man bei Facts kommentiere! Absolut knüllerige Angaben zu einer Person konnte Facts da sammeln – und die sollten sie jetzt unbedingt auswerten! Wahrscheinlich haben sie das auch gemacht (passt zum Schnüffeln in der Post), aber sie sollten es uns irgendwie merken lassen…. Das wäre eine tolle Story. Dann würde es bestimmt zum Award reichen. Wie man sieht, fehlt nicht wirklich viel!

Es gäbe sicher noch der Ideen mehr, aber meine Internet-Seite ist voll.


Morgen gehts hier weiter mit dem Thema:

Wie der kleine Bruder Bernhard dem grossen Tagesanzeiger-Konzern die Schnüffeleien nachweisen konnte.


PS:

Wenn man das da liest, wirds einem ja richtig gschmuech. Dort findest Du auch weitere Links, auch hier, nochmals: henusode-blog

Falls noch Lust auf einen frechen Österreicher, andere Themen: hier weiter machen

Abgelegt unter: BB erklärt die Welt — Tags:, , , — Bruder Bernhard @ 06:13

11. Oktober 2008

Bruder Bernhards Antwort auf die Krise!!!

Langsam beginnt der Nebel sich zu lichten – ich wandere entlang hoher Berge, noch ist nichts zu sehen, aber meine tiefempfundenen Gedanken sind bei euch, euch Menschen da unten, Frauen, Manne, Kinder, Hunde, in den Niederungen des Alltags, wo hinter jeder Ecke ein neues Problem, eine neue Botschaft Hiobs …. Sorry, falscher Anfang – ich bin einfach kein Schriftsteller, die Tiefe will sich nicht einstellen. Also, mit der Tür ins Haus:

Die Lösung ist gefunden!!! Fürchtet euch nicht, denn wir haben das alles schon mal erlebt, und haben es vorbildlich gemeistert. Und unser Bundesrat entpuppt sich als geniales Team von Krisenmanagern!!!

Zunächst: Gestern Freitag konnte ich lesen, es sei nun alles gesagt zur Krise, nun solle man entweder schweigen oder Zuversicht verbreiten, denn genau daran mangle es eigentlich. Die ganze Krise ist Psychologie!!! Deshalb schon mal ein Bravo unserem Bundesrat: Er lebt schon seit Wochen nach genau dieser Maxime. Er ging sogar so weit, den federführenden Bundesrat Merz durch eine vorgetäuschte Herzattacke hinter die Kulissen zu verschieben – genialer Schachzug, wirklich. Denn wie gesagt: Die Krise wäre keine, wenn nicht so ein Riesengstürm drum herum gemacht würde. Geld abziehen von der UBS: blöder können die Schweizer wirklich nicht mehr sein – den Ast absägen, auf dem alle sitzen, also wirklich, mir bleibt die Sprache weg!!! Macht die UBS Konkurs, haben wir hier isländische Verhältnisse, gopf!!!

Aber das macht überhaupt nichts, denn wie gesagt, die Lösung ist gefunden!!! Und es ist eine doppelte Lösung, die zwei oder sogar drei Fliegen mit einer grossen Klappe erschlägt.

Das erste Problem ist, dass die Schweiz laut Herrn De Weck, einem sehr gebildeten Mann, sich die Grossbanken eigentlich gar nicht leisten kann, da die auf dem Spiel stehenden Summen die finanziellen Möglichkeiten unseres Landes schlicht übersteigen. Lest selber im Magazin vom 4. Oktober.

Das zweite Problem ist, dass die Landwirtschaft sowieso schon lange nicht mehr die Rolle spielt, die sie noch in den Goldenen Fünfziger Jahren spielte, als der Sonderfall Schweiz noch nicht mit Spott überhäuft wurde, als wir Schweizer noch etwas galten in der Welt!!

Die Lösung ist einfach: Mehr Landwirtschaft tut not!!! Und zwar Gemüseanbau, denn die Fleischwirtschaft hat ihren ideellen Bankrott bereits hinter sich – nur hat es noch niemand gemerkt. Ich werde darauf später eingehen.

Man sollte eben öfters die Karrierebeilagen der Tageszeitungen lesen!!! Diese gehören beileibe nicht sofort ins Altpapier, wie das ein Grossteil der Leser hier bestimmt jetzt denkt. Nein. So entnehme ich jetzt einer solchen, dass im Vallée de Joux jährlich 3 Millionen Autokilometer eingespart werden, was einer Reduktion von nur 270 Autos pro Tag entspricht, die nicht mehr zur Arbeit pendeln – weil die Fabrik Jaeger-Le Coultre dort hinten keine neuen Parkplätze bauen konnte und so ein Mobilitätskonzept für ihre Angestellten förderte, welches den Unsinn der 1,1 Personen, mit denen ein Pendlerauto normalerweise bestückt ist, bekämpft.


Also haben die Grünen doch recht, muss ich jetzt eingestehen: Weniger Parkplätze bauen, innovative Lösungen suchen!!!

Bruder Bernhards innovative Lösung:
Zurück in die Vergangenheit. Zurück zur Anbauschlacht!!! Wir wollen unseren Friedrich Traugott Wahlen wieder haben!

Während des 2. WeltKrieges wurden in der Schweiz die Väter an die Front geschickt, Frauen und Alte blieben daheim und rissen die Erde von Pausen-, Sport- und sonstigen -Plätzen auf, um dort Kartoffeln zu pflanzen, die Bevölkerung zu ernähren. DAS MÜSSEN WIR WIEDER MACHEN! Rechne: Wenn die Sitzplätze in den Autos endlich wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt würden, statt als Ablage für Blackberry, leere Bierflaschen und miese Gratiszeitungen zweckentfremdet zu werden, könnten wir DREI VON VIER PARKPLÄTZEN aufheben!!! Ja, bei Gott: Das müssen wir aber SOFORT tun. Die Krise wartet nicht!!! Und dann pflanzen wir dort Kartoffeln!!! Oder noch lieber den weissen Mais, den es bis jetzt erst im Rheintal gibt – der ist so was von köstlich, und der daraus gewonnene Türkenriebel eine absolute Delikatesse – vielleicht verrate ich hier mal das Rezept…

Jetzt dürft ihr selber nachzählen, wie viele Probleme durch diesen Vorschlag gelöst werden: Verkehrs-, furzende-Rinder-, Einkommens-, Betonierung-der-Landschaft-, etc-Probleme werden dadurch gelöst. Und die Schweiz wäre endlich wieder wie früher: Besser als andere anderen, ein Sonderfall, eine Insel im Reich des Bösen!!!

Abgelegt unter: BB erklärt die Welt, Essen — Tags:, — Bruder Bernhard @ 11:51

2. Oktober 2008

Hawaii schreit!!!

Kürzlich habe ich ja begonnen, meine Seemannstruhe endlich auszuräumen – nach über 50 Jahren auf dem Estrich! Siehe dazu den Beitrag weiter unten . Dabei sind mir ja allerhand Souvenirs von meinen Reisen wieder unter die Hände gekommen. Darunter diese Platte hier:
Fire Godess, the LP

Bei der Recherche im Google fand ich dann heraus, dass das nicht einfach irgend eine Touristensouvenirsblingbling-Mist ist, sondern ein seriöses Werk einheimischer Künstler. Ganz kurz zusammengefasst: Hawaii Calls hiess eine Radiosendung, die von 1935 bis 1975 auf ebendieser Insel wöchentlich aus der Lobby des Moana Hotels, Waikiki Beach gesendet wurde! Als ich dann noch auf Wikipedia las, dass diese Platte nicht mehr erhältlich und auch nie auf CD erschienen ist, war mein Jagdhormon wieder mal geweckt.

Ich war ja zu jener Zeit von der Quelle bis zum Delta bekannt als der grösste Walfangjäger des Amazonas!! Aber das nur nebenbei, wobei auch ein Nebensatz manchmal ungeahnte Abzweigungen einer Erzählung einleiten, ja gar hervor bringen kann.

Kilgore Trout: Venus in a Half-ShellMan nehme nur mal eines meiner Lieblingsbücher zur Hand, Kurt Vonneguts “Schlachthof 5″, welches man sich unbedingt in der deutschen Übersetzung beschaffen sollte. Denn nur in der Übersetzung kommen Sätze wie: (russischer Soldat zum deutschen Soldaten, den er im eroberten Berlin als Kriegsgefangenen gefangen nimmt [Achtung, alles aus meinem Gedächtnis, das Buch selber ging mir ja beim Brand der Cité Marie verloren - das war in den frühen 60ern, ihr Historikerinnen]: Also, Kriegsgefangener (bei Heinz G. Konsalik (Der Arzt von Stalingrad, Strafbataillon 999, Ilsa, die Hündin von Liebeslager 7) heissen diese übrigens ‘Woienna Plenni’, mehr russisch muss man nicht können), so, jetzt aber, Kriegsgefangener: “Warum ich?” Russischer Soldat: “Farum ich, farum du, farum er, farum irgendfer?” – mein Lieblingssatz aus der Grossen Welt Literatur!!!) Kurt Vonneguts Stärke ist ja unter anderem, aus einer Nebenfigur ganz plötzlich eine Hauptfigur zu machen – zum ersten Mal fiel mir diese Marotte bei der Lektüre von “Frühstück für starke Männer” auf, wo auch der von weiblichen Bibern besessene Science-Fiction-Autor Kilgore Trout auftritt.

Kilgore Trout hat, das am Rande, später dann auch eine wirkliche Science-Fiction geschrieben, obwohl er ja nur eine Romanfigur und somit erfunden ist. Ja, der Welten Lauf ist dem Menschen unergründlich, deshalb sind wir froh, haben wir ein Höchstes Wesen, das uns alles vorkaut. Es ist jedoch ein Irrtum zu meinen, das Höchste Wesen sei irgend so ein christlicher Kuschelgott, wie Robespierre ja schmerzlich am eigenen Hals erfahren musste. Friedrich Sieburg: RobespierreAber da lest ihr am Besten Friedrich Sieburgs Robespierre, ein Buch voll des katholischen Zornes gegen Grüne, Sozialdemokraten, Präventivmediziner, Mehrwertsteuerschikanen, ein Buch gegen die Auswüchse der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit, aber auch gegen Blackwater und Bush. Der Anfang harzt ein wenig, aber dann gehts richtig ab!


Nun aber zurück zur Musik

Weitere Recherchen haben nun ergeben, dass diese Sendung Hawaii Calls neu jeden Samstag wiederholt wird! Und sie kann übers Internet empfangen werden. Ich selber habe es zwar noch nicht geschafft, vielleicht klappt es bei euch. Sobald ich ein neues Modem erhalte, will ich es wieder versuchen. Hier bei Aloha Joe! Ob der seinen Namen von Hawaii Jonny hat? Hawaii Jonny gehört ja zu den Ganz Grossen Der Schweizer Unterhaltungsmusik, und es ist mir unerklärlich, dass er keinen Eintrag bei Google hat!!!!! Was soll das eigentlich??? Hawaii Jonny aus Oberentfelden, UnterhaltungskünstlerIst er denn schon ganz vergessen? Aber dann müsste ja Vico Torriani ebenfalls im Orkus des kollektiven Alzheimers auf die Archäologen kommender Jahrtausende warten? Na ja, vielleicht hat es hier den einen oder anderen Leser, die eine oder andere Leserin, die zur Historie des Hawaii Jonny, aus dem Baselland, wenn ich nicht irre, beitragen könnte? Noch nicht lange ist es her, vielleicht 10, 20 Jahre, da konnte man ihn an jeder Kirchweih, Kirmes, Braderie und Brocante antreffen, umringt von neugierigen Passanten. Majestätisch, mit Mexikanerhut, die Hawaiigitarre auf einem fahrenden Tisch ruhend, er selber regungslos sitzend, entlockte er dem Instrument schleifend-wimmernde Klänge, untermalt mit maschinellen Rhumba-Rhythmen aus urtümlicher Elektronik von Solton oder Dynacord – es war gar ein Staunen und eine grosse Achtung für den auf unzähligen Schallplatten und Philipps-Tonbandkassetten verewigten Unterhaltungskünstler. Seine LPs hiessen glaube ich alle “Hawaii Jonny” – aber es waren sicher 10 verschiedene Produktionen. Heute wohl nur noch in gut bestückten Brockenhäusern zu finden.


Nun aber zurück nach Hawaii

Ich habe mich also nun entschlossen, extra wegen dieser vergriffenen Platte Fire Goddess eine eigene Radiostation im Internet aufzuziehen und die Platte bei der ersten Gelegenheit vollständig zu versenden. Nun ist es also so weit!!!

Nebst dieser Platte habe ich die Sendezeit, die mindestens 3 Stunden betragen sollte, genutzt, um das ganze Exotica-Umfeld ein bisschen aufzuwühlen. Denn in meiner Seemannskiste fanden sich ja Hunderte von Mitbringseln, in deren Genuss ihr nun nach und nach kommen dürft.

…..Fortsetzung folgt ganz bestimmt…. Nur noch soviel: Es besteht mit absoluter Garantie ein innerer Zusammenhang zwischen allen Musikstücken der aktuellen Sendung, auch wenn er von oben nicht unbedingt sichtbar ist. Dazu später mehr …. für heute nur noch so viel:

Ich war natürlich auch unterwegs, um zu recherchieren – so etwa in Oberentfelden, wo Hawaii Jonny lebte. Bald mehr! Sobald Grossneffe Sirup mir meine Kamera retour gibt!!!Industrial Culture Handbook Re-Search Editor Und in einem Laden für Junge habe ich noch ein Buch gefunden, wo zu lesen stund, dass eine sog. Industrial Music in den späten 70ern/frühen 80ern einen starken Hang zu den sog. Exotica bekundete. Deshalb findet ihr in der Sendung auch Stücke von Chris And Cosey, Throbbing Gristle und Non (Boyd Rice), der übrigens später glaub ich als Weisser Supremazist Nazist sich entpuppte. Na ja – das ganze Industrial Zeugs scheint mir im Nachhinein gelesen gar etwas fascho. Auch dazu bald mehr – vielleicht.
Non alias Boyd Rice in the Industrial Culture Handbook
Auf dem Bild eine Seite, wo Rice seine Begegnung mit Martin Denny schildert, dem berühmtesten Vertreter der Exotica.


Nun aber zurück zur Radiosendung:

Die Playlist der Sendung findet ihr wie gewohnt auf der Seite Bruder Bernhards Radiostation!!! Hier. Da die Lieferungen hier immer dicker werden: langer Text, lange Musik…. werde ich die alte Sendung noch ein paar Stündli drauf lassen, damit ihr sie noch zum letzten Mal hören und ev. aufnehmen! könnt – alles Raritäten vor allem aus Lateinamerika, Mexiko und so!!! Danach aber heissts definitiv: Hawaii Calls

Abgelegt unter: Unterhaltungskunst — Tags:, , , , — Bruder Bernhard @ 15:09

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